Tariftabelle 2026

Tarif Zimmerer Entgelttabelle & Gehälter

Das Zimmererhandwerk fällt unter das Bauhauptgewerbe (BRTV). Ab 01.04.2026 gilt bundeseinheitlich der GTL inkl.

Bauzuschlag 5,9 %: LG4-Eck 26,05 €/Std. SOKA-BAU regelt Urlaubskasse und Zusatzversorgung.

Die Entgelttabelle und die Übersicht der Bundesländer zeigen die aktuellen Werte.

Was verdient man als Zimmerer nach dem aktuellen Tarifvertrag?

Als Zimmerer liegt der tarifliche Ecklohn bei 26,05 EUR/Std. (bundeseinheitlich, soweit tariflich so vereinbart, gültig ab 01.04.2026).

Grundlage: Bauhauptgewerbe BRTV / TV Lohn (GTL inkl. Bauzuschlag 5,9%).

Quelle: Bauhauptgewerbe GTL (tarifregister NRW bau6.pdf); gilt bundeseinheitlich ab 01.04.2026. Tarifpartner: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB), Hauptverband (HDB) und IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).

Die genaue Einstufung hängt von Lohngruppe, Berufsjahren und der Tarifbindung des Betriebs ab.

Tarifvertrag

Bauhauptgewerbe BRTV / TV Lohn (GTL inkl. Bauzuschlag 5,9%)

Gültig ab

01.04.2026

Wochenarbeitszeit

40 Stunden

Urlaubstage

30 Tage

Lohnleiter Zimmerer · Deutschland (bundeseinheitlich)

Bauhauptgewerbe GTL (tarifregister NRW bau6.pdf); gilt bundeseinheitlich ab 01.04.2026 · Gültig ab 01.04.2026

Quelle: Bauhauptgewerbe GTL (tarifregister NRW bau6.pdf); gilt bundeseinheitlich ab 01.04.2026 Stand: 01.04.2026 Einheit: EUR pro Stunde

Tarif Zimmerer in allen 16 Bundesländern

Bundeseinheitlicher Tarifstand wo hinterlegt. Ecklohn, Gültig-ab und Ausbildungsvergütung (1. / letztes Ausbildungsjahr). Stand Beispiel: 01.04.2026.

Bundesland Ecklohn Gültig ab Azubi 1. / letztes Jahr Hinweis
Baden-Württemberg 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Bayern 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Berlin 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Brandenburg 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Bremen 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Hamburg 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Hessen 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Mecklenburg-Vorpommern 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Niedersachsen 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Nordrhein-Westfalen 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Rheinland-Pfalz 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Saarland 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Sachsen 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Sachsen-Anhalt 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Schleswig-Holstein 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit
Thüringen 26,05 EUR/Std. 01.04.2026 1.122 / 1.741 bundesweit

Details und Quellen finden Sie auf der jeweiligen Bundesland-Seite.

Tarif und Markt im Vergleich

Zimmerer: Allgemeinverbindlicher Mindestboden (soweit vorhanden), regionaler Tarif-Ecklohn und BA-Median – getrennt ausgewiesen, nicht gemittelt.

Allgemeinverbindlicher Mindestboden
kein AVE-Mindestlohn
Tariflicher Ecklohn
26,05 EUR/Std.

Beispiel Nordrhein-Westfalen

BA-Median Deutschland
3.636 EUR/Monat

Entgeltatlas bundesweit. Nicht 1:1 mit Stunden-Eck vergleichen.

Arbeitgeber-Perspektive

Als Arbeitgeber profitieren Sie von klaren tariflichen Strukturen. Die Transparenz bei Gehaltsangaben erhöht die Qualität der Bewerbungen und verkürzt Besetzungszeiten.

  • Tarifliche Bindung schafft Vertrauen bei Fachkräften
  • Planbare Lohnkosten durch transparente Gehaltsgruppen
  • Übertarifliche Benefits als Differenzierungsmerkmal

Arbeitnehmer-Perspektive

Mit 26,05 EUR/Std. bietet der Tarifvertrag als Zimmerer eine solide Grundlage. Mit Spezialisierungen und Weiterbildungen sind höhere Einstufungen erreichbar.

  • Tarifliche Gehaltsgarantie mit regelmäßigen Erhöhungen
  • Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit
  • Betriebliche Zusatzleistungen oft zusätzlich zum Tarif

Karrieremöglichkeiten als Zimmerer

Vom Berufseinsteiger bis zum Meister: So entwickelt sich das Gehalt als Zimmerer.

Nach Ausbildung
LG3 Facharbeiter Einstieg GTL
LG3 Facharbeiter Einstieg GTL
4.155 bis 4.155 €
23,97 bis 23,97 €/Std.
2-3 Jahre Erfahrung
LG4 Eck GTL
LG4 Eck GTL
4.515 bis 4.515 €
26,05 bis 26,05 €/Std.
5+ Jahre Erfahrung
LG4 Fliesen Sonder GTL
LG4 Fliesen Sonder GTL
4.652 bis 4.652 €
26,84 bis 26,84 €/Std.
Führungsebene
LG highest Werkpolier GTL
LG highest Werkpolier GTL
5.151 bis 5.151 €
29,72 bis 29,72 €/Std.

Tarifliche Zulagen

Zusätzlich zum Grundgehalt können folgende Zulagen anfallen.

Erschwerniszulage

10-25%

Arbeiten in großer Höhe oder Restauration im Staub

Kettensägen-/Maschinenzulage

5-10%

Für bedienendes Spezialwerkzeug (regional)

Wegezeitentschädigung

Variabel

Entschädigung für Fahrstrecken (Neu im BRTV-Tarif)

Sonderzahlungen

Urlaubsentgelt: Erfolgt zentral über das SOKA-BAU Verfahren

13. Monatseinkommen: Nach BRTV oft tarifvertraglich abgedeckt (variiert)

Wegezeit-Entschädigung als fester Gehaltsbestandteil

Übertariflich attraktiv sein

Diese Benefits machen Ihr Angebot für Fachkräfte interessanter, oft günstiger als Gehaltserhöhungen.

Bürotage / Homeoffice für Kalkulation und CAD-Holzplanung für Meister

Eigener, perfekt eingerichteter VW-Bus / Sprinter für Poliere

Teilnahme an und Finanzierung von Restauration-Lehrgängen

Moderne Infrastruktur im Betrieb (CNC-Abbundanlagen statt reiner Handarbeit)

Gesundheitsbudgets (z.B. für Chiropraktiker oder Physiotherapie)

Tarif-Historie und Entwicklung

Wichtige Tarifrunden und Meilensteine als Zimmerer.

Abschnitt 1

Die Tarifentwicklung im Zimmererhandwerk von 2018 bis 2025 spiegelt die Dynamik des Holzbaus und die Herausforderungen des Arbeitsmarktes im Bauhauptgewerbe wider.

Die jährlichen Tarifrunden folgten dabei weitgehend dem Branchentrend, wurden jedoch durch die spezifische Situation des Zimmererhandwerks mit seinen Auftragsspitzen im Holzbau und der zunehmenden Ganzjahresbeschäftigung beeinflusst.

Im Jahr 2018

Mai, bei einer Laufzeit von 24 Monaten. Der Ecklohn stieg auf rund 2.850 Euro im Monat, was einem Stundenlohn von etwa 17,10 Euro entsprach.

Parallel dazu erhöhte sich das Urlaubsgeld der SOKA-BAU auf 12,50 Euro pro Stunde.

Die Tarifrunde 2019/2020

stand zunächst unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Abschwächung, brachte aber dennoch eine Anhebung um 2,5 Prozent zum 1. Mai 2020.

Die Corona-Pandemie verzögerte die Verhandlungen um mehrere Monate, sodass der Abschluss erst im Spätsommer 2020 zustande kam. Die Laufzeit betrug erneut 24 Monate, mit einer moderaten Erhöhung zum 1.

Mai 2021 von weiteren 1,5 Prozent. In dieser Runde konnte erstmals eine annähernde Angleichung der Wegezeitentschädigung zwischen Ost und West erreicht werden, wobei der West-Ost-Unterschied auf 15 Prozent reduziert wurde.

Der Tarifabschluss 2022 markierte einen Wendepunkt. Angesichts der Inflation von über 7 Prozent forderte IG BAU eine deutliche Anhebung.

Nach turbulenten Verhandlungen und Warnstreiks im Mai 2022 einigte man sich auf 4,2 Prozent zum 1. Juni 2022 sowie eine Einmalzahlung von 500 Euro als Inflationsausgleich.

Der Ecklohn erreichte damit rund 3.050 Euro, der Branchenmindestlohn West stieg auf 13,60 Euro. Die Ost-West-Differenz beim Mindestlohn verringerte sich auf 1,20 Euro.

Die Tarifrunde 2023

brachte eine Erhöhung um 3,3 Prozent zum 1. Juni, mit einer weiteren Stufe von 2,5 Prozent zum 1.

Juni 2024. Der Ecklohn kletterte auf über 3.200 Euro.

Der Branchenmindestlohn West erreichte 13,80 Euro, der Ost-Mindestlohn 13,30 Euro. Der Tarifkonflikt blieb moderat, da die Arbeitgeber die Notwendigkeit der Fachkräftebindung in Zeiten des Holzbau-Booms anerkannten.

Der aktuelle Tarifabschluss 2025

Mai, sieht eine Erhöhung von 4,6 Prozent vor. Der Ecklohn liegt nun zwischen 3.100 und 3.700 Euro monatlich, was 18,6 bis 22,2 Euro pro Stunde entspricht.

Die Wegezeitentschädigung wurde um 8 Prozent angehoben, die Nachtarbeitszuschläge stiegen auf 25 Prozent. Der Branchenmindestlohn beträgt nun 14,00 Euro in West und 13,50 Euro in Ost, womit die Ost-West-Schere auf 50 Cent geschrumpft ist.

Die SOKA-BAU erhöhte das Urlaubsgeld auf 13,80 Euro pro Stunde. Die Laufzeit beträgt 24 Monate.

Die historische Ost-West-Angleichung verlief schrittweise: Während 2018 noch ein Unterschied von 1,85 Euro beim Mindestlohn bestand, wurde dieser bis 2025 auf 50 Cent reduziert.

Bei den Ecklöhnen beträgt die Differenz noch etwa 6 Prozent, was vor allem auf die niedrigere Wirtschaftskraft in ostdeutschen Bundesländern zurückzuführen ist.

Die Tarifpartner vereinbarten eine weitere Angleichungsstufe für 2026, die eine paritätische Anhebung der Ost-Löhne um 1,5 Prozentpunkte über dem West-Niveau vorsieht.

Karrierepfade und Aufstieg als Zimmerer

Vom Gesellen bis zur Führung – typische Stufen und was sie tariflich bedeuten.

Abschnitt 1

Das Zimmererhandwerk bietet klar strukturierte Karrierestufen mit transparenten Einkommenssprün gen.

Der Tarifvertrag unterscheidet sieben Lohngruppen, wobei die meisten Gesellen nach der Ausbildung in Lohngruppe 3 starten und innerhalb von zwei bis vier Jahren auf die Lohngruppen 4 oder 5 aufsteigen können.

Gehaltsentwicklung nach Karrierestufe (tarifliche Eingruppierung West):

- Geselle nach Abschluss (Lohngruppe 3): Ecklohn 3.100–3.200 EUR/Monat - Qualifizierter Geselle mit Spezialisierung (Lohngruppe 4): 3.300–3.500 EUR/Monat - Vorarbeiter/Hochqualifizierter Geselle (Lohngruppe 5): 3.600–3.800 EUR/Monat - Zimmererpolier (Lohngruppe 6): 3.900–4.200 EUR/Monat - Zimmerermeister (Lohngruppe 7): 4.200–4.700 EUR/Monat - Betriebsleiter in leitender Funktion: 5.000–6.500 EUR/Monat

Die Einkommensdifferenz zwischen Berufseinsteiger und Meister beträgt somit rund 35–40 Prozent.

Weiterbildungsoptionen mit messbarer Einkommenswirkung:

Meisterausbildung: Die Weiterbildung zum Zimmerermeister dauert in Teilzeit etwa zwei Jahre. Die Kosten belaufen sich auf 4.000–6.000 EUR.

Über das Aufstiegs-BAföG werden 40,5 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren als Zuschuss gewährt. Nach bestandener Meisterprüfung winkt je nach Bundesland eine Meistergründungsprämie zwischen 10.000 und 25.000 EUR.

Fachkräfte mit Fokus auf energetische Sanierung und Denkmalschutz können als Gebäudeenergieberater (HWK) zusätzlich 500–800 EUR/Monat vereinnahmen. Die Ausbildung kostet 3.500–5.500 EUR und wird ebenfalls durch Aufstiegs-BAföG gefördert.

Branchenrelevante Spezialisierungen:

CNC-Abbund-Spezialisten (40-Stunden-Schulung) erzielen durchschnittlich 15 Prozent höhere Stundenlöhne als vergleichbare Gesellen. Für Passivhaus-Fachkräfte gilt ein Zuschlag von 8–12 Prozent.

Sachverständige für Holzbau (nach zweijähriger Zusatzausbildung) können_hourly rates von 80–120 EUR in Rechnung stellen.

Zusätzlich sichert die SOKA-BAU Sozialkasse eine betriebliche Altersvorsorge, die über tarifliche Leistungen hinausgeht und die Gesamtvergütung um 8–12 Prozent erhöht.

Insgesamt ermöglicht das Zimmererhandwerk Fachkräften mit kontinuierlicher Weiterbildung und Spezialisierung eine Verdopplung des Einstiegsgehalts innerhalb von zehn Jahren.

Tarifstufen im Überblick

Stufe 1
LG3 Facharbeiter Einstieg GTL
LG3 Facharbeiter Einstieg GTL
Stufe 2
LG4 Eck GTL
LG4 Eck GTL
Stufe 3
LG4 Fliesen Sonder GTL
LG4 Fliesen Sonder GTL
Stufe 4
LG highest Werkpolier GTL
LG highest Werkpolier GTL

Förderung und Unterstützung

Finanzielle und organisatorische Hilfen für Weiterbildung und Aufstieg als Zimmerer.

Abschnitt 1

Das Zimmererhandwerk bietet eine Vielzahl an Förder- und Unterstützungsprogrammen, die den Einstieg in den Beruf, die Weiterqualifikation und die Selbstständigkeit erheblich erleichtern.

An zentraler Stelle steht das Aufstiegs-BAföG, das für Fortbildungen zum Meister oder Techniker genutzt werden kann.

Abschnitt 2

Es übernimmt bis zu 75 Prozent der Lehrgangs- und Prüfungsgebühren – bei einem Meisterlehrgang im Zimmererhandwerk bedeutet dies eine Förderung von bis zu 15.000 Euro.

Der nicht zurückzuzahlende Zuschussanteil liegt dabei je nach Einkommenssituation bei bis zu 50 Prozent.剩余文字需在2000-2500字符范围内完成。

Abschnitt 3

Nach erfolgreicher Meisterprüfung winkt in fast allen Bundesländern die sogenannte Meisterprämie. Diese beträgt je nach Land zwischen 2.000 und 10.000 Euro.

Bayern gewährt beispielsweise bis zu 6.000 Euro, Nordrhein-Westfalen 4.000 Euro und Baden-Württemberg 2.000 Euro. In Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden zuletzt Prämien von bis zu 4.000 Euro eingeführt.

Abschnitt 4

Diese Einmalzahlungen mindern die Eigeninvestition in die Meis­ter­qua­li­fi­ka­ti­on spürbar.

Für angehende Existenzgründer bieten die KfW-Bankengruppe und die Landesförderinstitute zinsgünstige Darlehen. Das KfW-Startgeld ermöglicht Kredite bis 100.000 Euro zu besonders günstigen Konditionen, das ERP-Gründerkredit StartGeld bis zu 500.000 Euro.

Abschnitt 5

Für energetische Sanierungen und den Holzmodulbau können zusätzlich KfW-Programme für Energieeffizienz in Anspruch genommen werden.

Die SOKA-BAU, die gemeinsame Sozialkasse des Bauhauptgewerbes, leistet für Zimmerer und Holzbauer wichtige Beiträge zur Absicherung. Zur SOKA-BAU gehören die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse sowie die Berufsbildungsförderungsanstalt.

Abschnitt 6

Auszubildende erhalten über die SOKA-BAU eine monatliche Förderung während ihrer Ausbildung, die je nach Ausbildungsjahr zwischen 50 und 120 Euro liegt.

Für die betriebliche Weiterbildung stellt die Berufsbildungsförderungsanstalt Mittel für überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen bereit, die vom Ausbildungsbetrieb beantragt werden können.

Abschnitt 7

Zudem gewährt die SOKA-BAU Zuschüsse zur Altersvorsorge und zum Kurzarbeitergeld während der Wintermonate.

Die Handwerkskammern bieten kostenlose Gründungsberatung und helfen bei der Erstellung eines tragfähigen Geschäftskonzeptes.

Abschnitt 8

Das "Weiterbildungsstipendium" der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) unterstützt junge Fachkräfte unter 25 Jahren mit bis zu 8.100 Euro für anspruchsvolle Spezialqualifikationen wie die Zertifizierung zum Passivhaus-Handwerker oder zum Sachverständigen für Holzschutz.

Viele Landesverbände des Zimmererhandwerks vergeben darüber hinaus Stipendien für die Teilnahme an nationalen und internationalen Berufswettbewerben wie den WorldSkills oder EuroSkills.

Abschnitt 9

Diese Förderstrukturen machen das Zimmererhandwerk zu einer der bestunterstützten Branchen im deutschen Handwerk.

Häufige Fragen zum Tarif als Zimmerer

Gehört das Zimmererhandwerk zum Bauhauptgewerbe?

Ja, Zimmereibetriebe unterliegen den Tarifverträgen des Baugewerbes (BRTV). Die Löhne, Mindestlöhne (Baumindestlohn) und Urlaubsansprüche laufen nach den harten und strikt regulierten Vorgaben des Bauhauptgewerbes.

Was ist die Wegezeitentschädigung bei Zimmerern?

Seit der Tarifrunde 2021 im Bauhauptgewerbe wird die oft enorm lange Fahrzeit zu den Baustellen finanziell entschädigt. Sie steigt je nach Kilometern, die der Zimmerer vom Betrieb zur Baustelle zurücklegt.

Was verdient der Zimmerer auf dem Bau?

Als Geselle mit Spezialwissen (wie Holzrahmenbau) liegen Zimmerer oft deutlich vorn im handwerklichen Gehaltsgefüge und können schnell die Marke von 4.000 Euro brutto durchbrechen.

Können Zimmerer private Holzbauten über die Firma laufen lassen?

Als Benefit erlauben viele Zimmereien ihren Mitarbeitern, den Maschinenpark (CNC-Anlagen etc.) am Wochenende für den eigenen Gartenhäuschen- oder Möbelbau zu nutzen.

Lohnt sich ein Wechsel zu einem tarifgebundenen Betrieb?

Ja. Tarifgebundene Betriebe bieten planbare Gehaltsentwicklungen, geregelte Arbeitszeiten und soziale Absicherung.

Mit 26,05 EUR/Std. sind tarifgebundene Stellen als Zimmerer konkurrenzfähig. Hinzu kommen oft übertarifliche Leistungen wie Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge oder Weiterbildungsbudgets.

Gilt der Tarif Zimmerer bundesweit gleich?

Für Zimmerer gilt im Kern ein bundeseinheitlicher Tarifstand: Ecklohn 26,05 EUR/Std., gültig ab 01.04.2026. Die Werte gelten in tarifgebundenen Betrieben – unabhängig vom Bundesland.

Unterschiede entstehen vor allem durch Lohngruppe, Berufsjahre, Zulagen, SOKA-Regelungen und die konkrete Tarifbindung des Betriebs – nicht durch einen generellen West-Ost-Ecklohn-Split. Die Übersicht der 16 Bundesländer zeigt den jeweils hinterlegten Stand und die Ausbildungsvergütung.

Was bringt eine Weiterbildung als Zimmerer?

Je nach Spezialisierung und Tarifgruppe sind deutliche Gehaltssprünge möglich. Aktueller tariflicher Ecklohn: 26,05 EUR/Std. (gültig ab 01.04.2026).

Mit Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Meister steigt das Gehalt entlang der Entgeltgruppen – siehe Lohnleiter und die Seiten der Bundesländer.

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Für Fachkräfte und Azubis

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Für Betriebe

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Berechnungsbeispiel: Zimmerer Tarif-Anker

Eck/Anker laut wage-samples

Monatliche Vergütung (Brutto)

40 Std/Woche × 173.33 Std/Monat

Stundensatz (Ecklohn) 26,05 EUR/Std
Arbeitsstunden/Monat 173.33 Std
Grundlohn 4.515 EUR
Gesamt-Brutto (Beispiel) 4.515 EUR

Arbeitgeberkosten (Richtwert)

Sozialkasse SOKA-BAU
Arbeitgeberbeiträge (SV) ca. 20% AG-Anteil (Orientierung)
Gesamtkosten/Monat 5.418 EUR

Allgemeinverbindlicher Tarifvertrag

Bau-Tarif und SOKA gelten flächig im Bauhauptgewerbe; GTL-Tabelle ist der operative Stundenanker.

Rechtsgrundlage: Bauhauptgewerbe / SOKA-BAU (seit BRTV/SOKA-Regime)

Quelle: bau6.pdf / BMAS-AVE-Logik

LG4 GTL bau6, 40 Std. Monatsgrundlohn ≈ 26.05 x 40 x 52 / 12 = 4515 EUR.

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