Tariftabelle 2026

Tarif Elektriker Entgelttabelle & Gehälter

Der Tarifvertrag im Elektrohandwerk wird regional unterschiedlich verhandelt. Die hier gezeigten Werte sind Durchschnittswerte für Westdeutschland.

Für exakte Werte konsultieren Sie Ihre regionale Innung.

Was verdient ein Elektriker nach dem aktuellen Tarifvertrag?

Ein Elektriker verdient laut aktuellem Tarifvertrag (Entgelttarifvertrag Elektrohandwerk, gültig ab 01.01.2024) im Durchschnitt 2.800€ bis 3.150€ brutto pro Monat. Der tarifliche Stundenlohn liegt bei 17,00€ bis 19,00€.

Tarifpartner sind Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) und IG Metall.

Tarifvertrag

Entgelttarifvertrag Elektrohandwerk

Gültig ab

01.01.2024

Wochenarbeitszeit

38 Stunden

Urlaubstage

30 Tage

Entgelttabelle Elektriker

Alle Angaben sind Bruttowerte. Regionale Unterschiede möglich.

Gruppe Beschreibung Beispiele Stundenlohn Monatsgehalt
E1 Einfache Hilfstätigkeiten ohne Fachkenntnisse Hilfskraft, Lagerarbeiter 13,50 - 14,50 € 2.200 - 2.400 €
E2 Angelernte Tätigkeiten mit Einarbeitung Angelernte Kraft, Montagehelfer 14,50 - 16,00 € 2.400 - 2.650 €
E3 Facharbeiten nach abgeschlossener Ausbildung Elektroinstallateur, Geselle im ersten Jahr 17,00 - 19,00 € 2.800 - 3.150 €
E4 Qualifizierte Facharbeiten mit Berufserfahrung Erfahrener Geselle, Kundendienstmonteur 19,00 - 21,50 € 3.150 - 3.550 €
E5 Spezialisierte Facharbeiten oder Vorarbeitertätigkeiten Vorarbeiter, Spezialist E-Mobilität 21,50 - 24,00 € 3.550 - 3.950 €
E6 Meistertätigkeiten ohne Personalverantwortung Bauleiter, Technischer Sachbearbeiter 24,00 - 27,00 € 3.950 - 4.450 €
E7 Meistertätigkeiten mit Personalverantwortung Betriebsleiter, Meister mit Teamführung 27,00 - 32,00 € 4.450 - 5.300 €

Hinweis: Die Werte basieren auf aktuellen Tarifverträgen für Westdeutschland. Für verbindliche Angaben kontaktieren Sie Ihre regionale Innung oder Handwerkskammer.

Arbeitgeber-Perspektive

Als Arbeitgeber profitieren Sie von klaren tariflichen Strukturen. Die Transparenz bei Gehaltsangaben erhöht die Qualität der Bewerbungen und verkürzt Besetzungszeiten.

  • Tarifliche Bindung schafft Vertrauen bei Fachkräften
  • Planbare Lohnkosten durch transparente Gehaltsgruppen
  • Übertarifliche Benefits als Differenzierungsmerkmal

Arbeitnehmer-Perspektive

Mit 2.800€ bis 3.150€ brutto bietet der Tarifvertrag für Elektriker eine solide Grundlage. Mit Spezialisierungen und Weiterbildungen sind höhere Einstufungen erreichbar.

  • Tarifliche Gehaltsgarantie mit regelmäßigen Erhöhungen
  • Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit
  • Betriebliche Zusatzleistungen oft zusätzlich zum Tarif

Karrieremöglichkeiten im Elektriker

Vom Berufseinsteiger bis zum Meister: So entwickelt sich das Gehalt im Elektriker-Beruf.

Nach Ausbildung
E3
Facharbeiten nach abgeschlossener Ausbildung
2.800 bis 3.150 €
17,00 bis 19,00 €/Std.
2-3 Jahre Erfahrung
E4
Qualifizierte Facharbeiten mit Berufserfahrung
3.150 bis 3.550 €
19,00 bis 21,50 €/Std.
5+ Jahre Erfahrung
E5
Spezialisierte Facharbeiten oder Vorarbeitertätigkeiten
3.550 bis 3.950 €
21,50 bis 24,00 €/Std.
Führungsebene
E6
Meistertätigkeiten ohne Personalverantwortung
3.950 bis 4.450 €
24,00 bis 27,00 €/Std.

Tarifliche Zulagen

Zusätzlich zum Grundgehalt können folgende Zulagen anfallen.

Erschwerniszulage

10-15%

Bei besonders belastenden Arbeiten (Schmutz, Höhe, Hitze)

Montagezulage

5-20 €/Tag

Bei auswärtiger Montage mit Übernachtung

Bereitschaftszulage

3-5 €/Stunde

Für Rufbereitschaft außerhalb der Arbeitszeit

Nachtarbeitszuschlag

25%

Für Arbeit zwischen 22 und 6 Uhr

Sonntagszuschlag

50%

Für Arbeit an Sonntagen

Feiertagszuschlag

100%

Für Arbeit an gesetzlichen Feiertagen

Sonderzahlungen

Urlaubsgeld: 50% eines Monatsgehalts (je nach Region)

Weihnachtsgeld: 50-100% eines Monatsgehalts (je nach Betriebszugehörigkeit)

Vermögenswirksame Leistungen: bis 40 €/Monat

Übertariflich attraktiv sein

Diese Benefits machen Ihr Angebot für Fachkräfte interessanter, oft günstiger als Gehaltserhöhungen.

Firmenwagen zur privaten Nutzung – oft attraktiver als Gehaltserhöhung

Betriebliche Altersvorsorge mit Arbeitgeberzuschuss

Übernahme von Weiterbildungskosten (Meisterkurs)

Flexible Arbeitszeiten / Gleitzeit für Bürotage

Gesundheitsleistungen (Fitnessstudio, Krankenzusatzversicherung)

Prämien für Neukundengewinnung oder abgeschlossene Projekte

Tarif-Historie & Entwicklung

Die Geschichte der Elektriker-Tarife ist eine Chronik der technologischen Revolution. Zu Beginn des 20.

Jahrhunderts galten Elektriker oft als "Bauschlosser mit Drahtverstand".

Doch mit der zunehmenden Elektrifizierung von Industrie und Haushalten stieg die Komplexität und damit die Bedeutung einer fairen Entlohnung.

In den 1950er Jahren festigten sich die ersten Flächentarifverträge, die eine klare Trennung zwischen Hilfskräften und ausgebildeten Gesellen (Ecklohn) zogen.

Ein entscheidender Wendepunkt war die Einführung der Elektronik und später der Informationstechnik in das Elektrohandwerk.

In den 1990er Jahren wurden die Tarifgruppen grundlegend reformiert, um Spezialisierungen in der Gebäudesystemtechnik (KNX) und der industriellen Automatisierung abzubilden.

Heute, im Jahr 2026, wird der Tarifvertrag maßgeblich durch die Themen E-Mobilität und erneuerbare Energien geprägt.

Die Sozialpartner haben erkannt, dass der Elektriker das Schlüsselgewerk für die digitale und energetische Souveränität Deutschlands ist.

Entsprechend dynamisch haben sich die Löhne entwickelt, wobei heute insbesondere die Qualifikationsstufen für Systemintegratoren und Hochvolt-Experten überdurchschnittliche Zuwächse verzeichnen.

Karrierepfade & Aufstieg

Karrierewege im Elektrohandwerk sind heute so vielfältig wie das Internet der Dinge.

Nach der Ausbildung (E3) spezialisieren sich viele Gesellen direkt auf Wachstumsfelder wie Smart Home, Ladeinfrastruktur oder industrielle Steuerungstechnik (SPS).

Diese Spezialisten rücken oft schnell in die Entgeltgruppen E4 und E5 auf, wo sie komplexe Projekte eigenverantwortlich umsetzen. Der klassische Weg zum Elektromeister (E6 & E7) bleibt der Goldstandard für Führungskräfte.

Als Meister leiten Sie nicht nur Baustellen und Teams, sondern sichern auch die rechtliche Konformität der Installationen gegenüber den Energieversorgern (Eintragung ins Installateurverzeichnis).

Alternativ bietet der "Staatlich geprüfte Techniker, Fachrichtung Elektrotechnik" gute Chancen in der technischen Planung, im Vertrieb von erklärungsbedürftigen Systemen oder in der Entwicklung von Smart-City-Lösungen.

Für junge Talente ist zudem der Pfad zum "Projektleiter für Gebäudesystemtechnik" hochattraktiv, da er technisches Know-how mit Managementkompetenz verbindet – eine Schnittstelle

die 2026 im Handwerk extrem rar und entsprechend hoch dotiert ist.

Stufe 1
E3
Facharbeiten nach abgeschlossener Ausbildung
Stufe 2
E4
Qualifizierte Facharbeiten mit Berufserfahrung
Stufe 3
E5
Spezialisierte Facharbeiten oder Vorarbeitertätigkeiten
Stufe 4
E6
Meistertätigkeiten ohne Personalverantwortung

Förderung & Unterstützung

Die Förderung der Weiterbildung im Elektrohandwerk ist vorbildlich strukturiert, um den rasanten technologischen Wandel abzufangen.

Das Aufstiegs-BAföG deckt den Großteil der Kosten für Meisterschulen und Technikerlehrgänge ab und bietet eine verlässliche Basis für den Lebensunterhalt während der Fortbildungszeit.

Ergänzend dazu vergeben viele Landesverbände des ZVEH eigene Förderpreise und Stipendien für besonders engagierte Nachwuchskräfte.

Ein wichtiger Hebel für Betriebe ist das Qualifizierungschancengesetz, das insbesondere bei der Umschulung auf neue Technologien wie Wasserstoff-Brennstoffzellen oder bidirektionales Laden greift.

Hier können Arbeitgeber erhebliche Zuschüsse zu den Lehrgangskosten und zum Arbeitsentgelt erhalten.

Auch das "Weiterbildungsstipendium" für junge Talente unter 25 Jahren bietet mit bis zu 8.100 Euro einen starken Anreiz für anspruchsvolle Zertifizierungen (z.B. zertifizierter KNX-Partner).

In vielen Bundesländern wird zudem die "Meisterprämie" direkt nach Bestehen der Prüfung ausgezahlt, was die Eigenleistung der Fachkräfte würdigt.

Diese finanzielle Unterstützung stellt sicher, dass das Elektrohandwerk auch 2026 das Gewerk mit der höchsten Innovationskraft bleibt.

Häufige Fragen zum Elektriker-Tarif

Was verdient ein Elektrikergeselle nach Tarif?

Ein Elektrikergeselle verdient nach Tarif (Entgeltgruppe E3-E4) zwischen 2.800 und 3.550 € brutto pro Monat. Mit Berufserfahrung und Spezialisierung (E5) sind bis zu 3.950 € möglich.

Was verdient ein Elektromeister nach Tarif?

Ein Elektromeister verdient nach Tarif (E6-E7) zwischen 3.950 und 5.300 € brutto. Mit Personalverantwortung und in größeren Betrieben sind auch höhere Gehälter üblich.

Muss ich als Arbeitgeber nach Tarif zahlen?

Nur wenn Sie tarifgebunden sind (Mitglied im Arbeitgeberverband). Ohne Tarifbindung gelten nur die gesetzlichen Mindestlöhne. Viele Betriebe orientieren sich aber am Tarif, um wettbewerbsfähig zu sein.

Wie kann ich übertariflich attraktiv sein?

Neben höherem Gehalt wirken vor allem: Firmenwagen, 30 Tage Urlaub, betriebliche Altersvorsorge, Weiterbildungsbudget und flexible Arbeitszeiten. Diese Benefits sind oft günstiger als reine Gehaltserhöhungen.

Lohnt sich ein Wechsel zu einem tarifgebundenen Betrieb?

Ja. Tarifgebundene Betriebe bieten planbare Gehaltsentwicklungen, geregelte Arbeitszeiten und soziale Absicherung.

Mit 2.800€ bis 3.150€ brutto im Monat sind tarifgebundene Stellen im Elektriker-Bereich konkurrenzfähig. Hinzu kommen oft übertarifliche Benefits wie Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge oder Weiterbildungsbudgets.

Welche regionalen Unterschiede gibt es bei den Tarifen?

Die Tarifverträge werden auf Landes- oder Bundesebene verhandelt. In Westdeutschland (besonders Bayern, Baden-Württemberg und Hessen) liegen die Tarife oft über dem Durchschnitt.

In Ostdeutschland findet eine schrittweise Angleichung statt. Unsere regionalen Tarifseiten zeigen die genauen Werte für jedes Bundesland.

Was bringt eine Weiterbildung im Elektriker-Beruf?

Je nach Spezialisierung und Tarifgruppe sind deutliche Gehaltssprünge möglich. Ein Elektriker-Geselle (Tarifgruppe E3) verdient durchschnittlich 2.800€ bis 3.150€.

Mit Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Meister steigt das Gehalt auf 3.550€ bis 4.450€+.

Stellenanzeige mit Gehaltsangabe erstellen

Transparente Gehaltsangaben erhöhen Ihre Bewerbungsquote um bis zu 40%. Unsere KI hilft Ihnen, die richtige Formulierung zu finden.

Als Elektriker gefunden werden – ohne Bewerbung

Trag dich kostenlos in den HandwerkerJobKit Talentpool ein. Betriebe aus deiner Region sehen dein anonymes Profil und melden sich bei dir.

Kostenlos eintragen