Die Tarifgeschichte des Dachdeckerhandwerks seit 2018 ist geprägt von kontinuierlichen Verbesserungen und der schrittweisen Ost-West-Angleichung.
Tarif Dachdecker Entgelttabelle & Gehälter
Das Dachdeckerhandwerk profitiert von starken tariflichen Strukturen. Ab Oktober 2025 steigt der Ecklohn auf 22,51 €/Stunde.
Der aktuelle Tarifvertrag läuft bis September 2027. SOKA-DACH regelt Urlaubskasse und Zusatzversorgung.
Was verdient man als Dachdecker nach dem aktuellen Tarifvertrag?
Als Dachdecker liegt der tarifliche Ecklohn bei 22,51 EUR/Std. (bundeseinheitlich, soweit tariflich so vereinbart, gültig ab 01.10.2025).
Grundlage: Lohntarifvertrag Dachdeckerhandwerk (ZVDH). Quelle: Tarifregister NRW dachdecker2.pdf (ZVDH/IG BAU bundesweit).
Tarifpartner: Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) und IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Die genaue Einstufung hängt von Lohngruppe, Berufsjahren und der Tarifbindung des Betriebs ab.
Tarifvertrag
Lohntarifvertrag Dachdeckerhandwerk (ZVDH)
Gültig ab
01.10.2025
Wochenarbeitszeit
39 Stunden
Urlaubstage
30 Tage
Lohnleiter Dachdecker · Deutschland (bundeseinheitlich)
Tarifregister NRW dachdecker2.pdf (ZVDH/IG BAU bundesweit) · Gültig ab 01.10.2025
Tarif Dachdecker in allen 16 Bundesländern
Bundeseinheitlicher Tarifstand wo hinterlegt. Ecklohn, Gültig-ab und Ausbildungsvergütung (1. / letztes Ausbildungsjahr). Stand Beispiel: 01.10.2025.
| Bundesland | Ecklohn | Gültig ab | Azubi 1. / letztes Jahr | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Bayern | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Berlin | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Brandenburg | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Bremen | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Hamburg | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Hessen | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Mecklenburg-Vorpommern | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Niedersachsen | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Nordrhein-Westfalen | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Rheinland-Pfalz | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Saarland | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Sachsen | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Sachsen-Anhalt | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Schleswig-Holstein | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
| Thüringen | 22,51 EUR/Std. | 01.10.2025 | 1.000 / 1.400 | bundesweit |
Details und Quellen finden Sie auf der jeweiligen Bundesland-Seite.
Tarif und Markt im Vergleich
Dachdecker: Allgemeinverbindlicher Mindestboden (soweit vorhanden), regionaler Tarif-Ecklohn und BA-Median – getrennt ausgewiesen, nicht gemittelt.
Beispiel Nordrhein-Westfalen
Entgeltatlas bundesweit. Nicht 1:1 mit Stunden-Eck vergleichen.
Arbeitgeber-Perspektive
Als Arbeitgeber profitieren Sie von klaren tariflichen Strukturen. Die Transparenz bei Gehaltsangaben erhöht die Qualität der Bewerbungen und verkürzt Besetzungszeiten.
- Tarifliche Bindung schafft Vertrauen bei Fachkräften
- Planbare Lohnkosten durch transparente Gehaltsgruppen
- Übertarifliche Benefits als Differenzierungsmerkmal
Arbeitnehmer-Perspektive
Mit 22,51 EUR/Std. bietet der Tarifvertrag als Dachdecker eine solide Grundlage. Mit Spezialisierungen und Weiterbildungen sind höhere Einstufungen erreichbar.
- Tarifliche Gehaltsgarantie mit regelmäßigen Erhöhungen
- Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit
- Betriebliche Zusatzleistungen oft zusätzlich zum Tarif
Karrieremöglichkeiten als Dachdecker
Vom Berufseinsteiger bis zum Meister: So entwickelt sich das Gehalt als Dachdecker.
Tarifliche Zulagen
Zusätzlich zum Grundgehalt können folgende Zulagen anfallen.
Erschwerniszulage (Hitze/Kälte)
5-15%
Wetterabhängige Extremsituationen auf dem Dach
Schmutzzulage
10-20%
Arbeiten mit stark verschmutzenden Materialien (z.B. Bitumen, Teer)
Montageauslöse
14-28 €/Tag
Entfernungsabhängig bei Baustellenmontage
Schlechtwettergeld
Variabel
Ausgleich über die SOKA-DACH bei witterungsbedingtem Arbeitsausfall
Sonderzahlungen
Ein 13. Monatseinkommen ist tariflich an eine Betriebszugehörigkeit gekoppelt.
Spezielle Urlaubsregelungen über das arbeitgeberfinanzierte SOKA-DACH Kassenverfahren.
VWL-Zuschüsse in branchenübliche Pensionskassen.
Übertariflich attraktiv sein
Diese Benefits machen Ihr Angebot für Fachkräfte interessanter, oft günstiger als Gehaltserhöhungen.
Unbefristete Festanstellung und Zahlung auch im Winter (keine saisonale Kündigung)
Betriebliche Altersvorsorge, die den hohen Verschleiß berücksichtigt
Hochwertige Kletter-/Arbeitsschutzausrüstung, die vom Arbeitgeber gereinigt wird
Eigenes (top ausgestattetes) Firmenfahrzeug für Poliere und Bauleiter
Team-Ausflüge und starker Fokus auf Teambuilding und Sicherheit
Tarif-Historie und Entwicklung
Wichtige Tarifrunden und Meilensteine als Dachdecker.
In der Tarifrunde 2018
Die Laufzeit betrug 24 Monate. Parallel wurde die Angleichung der Ecklöhne in Ostdeutschland an das Westniveau beschlossen, mit einer vollständigen Angleichung bis 2022.
Die Tarifrunde 2020
fand unter dem Druck der COVID-19-Pandemie statt. Nach kurzen Warnstreiks einigten sich die Tarifpartner auf eine moderate Erhöhung von 2,0 Prozent ab Januar 2021 bei einer Laufzeit von 27 Monaten.
Zusätzlich wurde eine Corona-Prämie von 500 Euro für alle Beschäftigten vereinbart, die bis März 2021 ausgezahlt werden sollte. Die Schlechtwettergeld-Regelungen wurden pandemiebedingt angepasst.
Im Jahr 2022
Ab Januar 2023 trat eine Erhöhung um 3,5 Prozent in Kraft, die Laufzeit betrug 24 Monate. Die Ausbildungsvergütungen stiegen überproportional: im ersten Lehrjahr auf 700 Euro, im zweiten auf 850 Euro, im dritten auf 1.050 Euro und im vierten auf 1.200 Euro monatlich.
Der aktuelle Tarifabschluss vom Frühjahr 2024 brachte eine rückwirkende Erhöhung ab Januar 2024 um 3,4 Prozent. Die Ecklöhne liegen nun bei 22,51 Euro/Stunde in der untersten und 25,00 Euro/Stunde in der oberstengruppe, was Monatslöhnen von 3.750 bis 4.150 Euro entspricht.
Die Laufzeit reicht bis September 2027. Zusätzlich wurde eine Inflationsausgleichsprämie von 1.000 Euro vereinbart, ausgezahlt in zwei Raten.
Die Branchenmindestlöhne entwickelten sich von 12,20 Euro/Stunde (Januar 2018) über 12,95 Euro/Stunde (Januar 2019), 13,80 Euro/Stunde (Januar 2020), 14,10 Euro/Stunde (Januar 2021) und 14,50 Euro/Stunde (Januar 2022) auf 15,00 Euro/Stunde ab April 2023 und schließlich 15,20 Euro/Stunde ab Januar 2025.
Diese Erhöhung liegt über dem gesetzlichen Mindestlohn.
Die Ost-West-Angleichung wurde mit dem Tarifabschluss 2018 eingeleitet und bis 2022 vollständig umgesetzt.
Die neuen Bundesländer erhielten dabei gestaffelte Erhöhungen: 2019 zunächst 90 Prozent des Westniveaus, 2020 dann 93 Prozent, 2021 schließlich 96 Prozent, bevor ab 2022 vollständige Parität erreicht wurde.
Die SOKA-DACHbeiträge und Sozialkassenleistungen gelten bundesweit einheitlich.
Tarifkonflikte blieben im Vergleich zu anderen Branchen moderat. Die Streiktage in den Jahren 2018 und 2022 beschränkten sich auf kurze Warnstreiks von jeweils ein bis zwei Tagen, die vor allem die Beschäftigten im Norden und Osten betrafen.
Die hohe Tarifbindung von über 70 Prozent im Dachdeckerhandwerk wird als Indiz für die Akzeptanz der Verhandlungsergebnisse gewertet.
Die Sozialkassenregelungen, insbesondere das Schlechtwettergeld mit einem Winterausfallgeld von bis zu 60 Prozent des Nettoentgelts, gelten als wichtige Errungenschaften, die in jeder Runde verteidigt wurden.
Karrierepfade und Aufstieg als Dachdecker
Vom Gesellen bis zur Führung – typische Stufen und was sie tariflich bedeuten.
Im Dachdeckerhandwerk ist der Weg vom Gesellen zum Meister durch klare tarifliche Lohngruppen definiert, die erhebliche Gehaltssprünge mit sich bringen.
Der Einstieg nach der Gesellenprüfung erfolgt in der Lohngruppe 3 mit einem Ecklohn von rund 3.750 bis 4.150 Euro brutto im Monat, was einem Stundenlohn von etwa 22,51 bis 25 Euro entspricht.
Mit zunehmender Berufserfahrung und Verantwortung erfolgt der Aufstieg in die Lohngruppen 4 und 5. Vorarbeiter, die als Bindeglied zwischen Polier und Geselle fungieren, erreichen in der Lohngruppe 6 je nach Tarifrunde schnell eine Vergütung deutlich über dem Ecklohn.
Der Polier, der auf der Baustelle die Arbeiten eigenverantwortlich koordiniert, erhält tarifliche Zulagen, die das Monatseinkommen auf 4.500 Euro und mehr anheben können.
Der Dachdeckermeister, der als höchste tarifliche Stufe die Betriebsleitung oder eine eigene Firma übernimmt, kann je nach Betriebsgröße und Region 5.000 Euro brutto und mehr verdienen.
Betriebsleiter, die zusätzlich kaufmännische Verantwortung tragen, überschreiten häufig die 5.500-Euro-Marke.
Entscheidend für den Aufstieg sind die Weiterbildungsmöglichkeiten, die das Handwerk bieten. Der Abschluss zum Vorarbeiter erfolgt durch einen 320-stündigen Lehrgang, der die Führungskompetenz auf der Baustelle stärkt und unmittelbar in eine höhere Lohngruppe mündet.
Die Ausbildung zum Polier umfasst rund 640 Stunden und eröffnet den Zugang zu tariflichen Führungszulagen sowie der eigenverantwortlichen Baustellensteuerung.
Der Dachdeckermeister selbst durchläuft eine mehrmonatige Vollzeitweiterbildung an der Meisterschule, die mit der Meisterprüfung vor dem Prüfungsausschuss der HWK abschließt.
Die Kosten hierfür liegen typischerweise zwischen 5.000 und 12.000 Euro je nach Bundesland und Träger, wobei das Aufstiegs-BAföG derzeit 40,5 Prozent der Kosten als Zuschuss gewährt und den Rest als zinsgünstiges Darlehen bereitstellt.
Dadurch reduziert sich der Eigenanteil für den Weiterbildungsteilnehmer erheblich.
Darüber hinaus winkt jungen Meistern die Meistergründungsprämie, die seit ihrer Einführung in mehreren Bundesländern zwischen 10.000 und 15.000 Euro beträgt und bei einer Betriebsübernahme oder Neugründung beantragt werden kann.
Diese Prämie ist an Auflagen gebunden, etwa die Eintragung in die Handwerksrolle und eine Beschäftigungspflicht. Ergänzend fördert die KfW über das Programm 124 den Gründungskredit zu besonders günstigen Konditionen.
Der wirtschaftliche Anreiz ist damit messbar: Ein gut geführter Dachdeckerbetrieb erwirtschaftet bei überschaubarer Betriebsgröße schnell einen Umsatz von 300.000 Euro und mehr, wobei die Gewinnmargen im Handwerk bei sachgemäßer Kalkulation zwischen 8 und 15 Prozent liegen.
Neben dem klassischen Karrierepfad über Polier zum Meister eröffnen branchenspezifische Spezialisierungen zusätzliche Verdienstmöglichkeiten.
Die Zusatzqualifikation zum zertifizierten PV-Installateur im Dachdeckerhandwerk, die in Kooperation mit dem ZVDH und der Handwerkskammer angeboten wird, ermöglicht den Einstieg in den Wachstumsmarkt Photovoltaik auf dem Dach.
Mit dieser Zusatzqualifikation lassen sich übertarifliche Zulagen von 500 bis 1.000 Euro monatlich erzielen, da Fachkräfte in diesem Bereich händeringend gesucht werden.
Ebenso bieten die Spezialisierungen auf Gründach-Systeme, Fassadenbegrünung und ökologische Dämmstoffe attraktive Nischen, in denen sich Meisterschüler oder Betriebe mit einem Alleinstellungsmerkmal positionieren können.
Die Sachverständigenausbildung für das Dachdeckerhandwerk, die mehrere Monate umfasst und mit einem HWK-Zertifikat abschließt, qualifiziert für Gutachtertätigkeiten mit Tagessätzen von 500 bis 800 Euro.
Auch der Abschluss zum Gebäudeenergieberater (HWK) erweitert das Leistungsspektrum und ermöglicht eine eigenständige Beratungstätigkeit neben dem operativen Betrieb. Im Ergebnis zeigt sich: Die tarifliche Lohnstruktur bildet im Dachdeckerhandwerk nur das Fundament.
Wer die Weiterbildungsangebote strategisch nutzt, kann sein Einkommen innerhalb weniger Jahre nach der Gesellenprüfung verdoppeln und darüber hinaus mit eigenem Betrieb oder spezialisierten Dienstleistungen deutlich übertariflich verdienen.
Tarifstufen im Überblick
Förderung und Unterstützung
Finanzielle und organisatorische Hilfen für Weiterbildung und Aufstieg als Dachdecker.
Die Förderlandschaft für Fachkräfte im Dachdeckerhandwerk ist vielfältig und bietet finanzielle Anreize auf mehreren Ebenen.
An zentraler Stelle steht das Aufstiegs-BAföG, das angehenden Meistern und Technikern bis zu 15.000 Euro für Lehrgangskosten und Lebensunterhalt zur Verfügung stellt.
Bei erfolgreichem Abschluss werden zudem 50 Prozent des Darlehens erlassen, sodass effektiv nur die Hälfte zurückgezahlt werden muss.
Ergänzend gewähren die Bundesländer unterschiedliche Meisterprämien: Bayern und Baden-Württemberg zahlen bis zu 4.000 Euro, Nordrhein-Westfalen bis zu 3.000 Euro, während andere Länder wie Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern eigene Fördermodelle anbieten.
Insgesamt lassen sich so für eine bestandene Meisterprüfung staatliche Zuschüsse und Ermäßigungen von über 20.000 Euro zusammenstellen.
Für Angestellte, die sich zum Beispiel zu Photovoltaik-Spezialisten weiterqualifizieren möchten, kommen über das Qualifizierungschancengesetz Zuschüsse des Arbeitsmarktservice in Betracht.
Die Bundesagentur für Arbeit kann bis zu 100 Prozent der Weiterbildungskosten fördern, wenn der Betrieb seine Mitarbeiter gezielt für zukunftsträchtige Fachgebiete qualifiziert. Die Handwerkskammern bieten hierzu kostenlose Beratung und helfen bei der Antragstellung.
Die SOKA-DACH Sozialkasse übernimmt im Dachdeckerhandwerk wichtige Sicherungsfunktionen: Die Urlaubskasse gewährleistet, dass Beschäftigte ihre Urlaubsabgeltung auch bei Insolvenz des Arbeitgebers erhalten, während das Umlageverfahren U1 und U2 die Krankenkassenbeiträge während des Urlaubs sowie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall für kleinere Betriebe abfedert.
Besonders relevant ist die Berufsbildungsförderung: Ausbildungsbetriebe erhalten über das Umlageverfahren Rückerstattungen, die einen Teil der Ausbildungsvergütungen kompensieren und damit die Bereitschaft zur Ausbildung auch in kleineren Unternehmen stärken.
Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, kann über die KfW-Förderbank zinsgünstige Gründungskredite nutzen. Der ERP-Gründerkredit StartGeld bietet Darlehen bis zu 100.000 Euro mit vergünstigten Zinskonditionen, ergänzt durch Beratungsförderung der HWK.
Die Händwerkskammern vermitteln zudem Kontakte zu Netzwerken und regionalen Fördermitteln, die je nach Standort und Betriebsschwerpunkt zusätzliche Zuschüsse ermöglichen.
Insgesamt profitieren Dachdeckerinnen und Dachdecker damit von einem der am besten ausgestatteten Fördersysteme im deutschen Handwerk.
Häufige Fragen zum Tarif als Dachdecker
Was ist die SOKA-DACH und warum ist sie wichtig?
Die SOKA-DACH (Sozialkasse des Dachdeckerhandwerks) sichert unter anderem Urlaubsansprüche und fängt Ausfallzeiten durch schlechtes Wetter ab. Alle Dachdeckerbetriebe haben hiermit Kontaktzeiten.
Was verdient ein Geselle im Dachdeckerhandwerk?
Ein ausgebildeter Dachdeckergeselle startet nach Tarif oft im Bereich von 3.500 bis 3.900 Euro brutto, was ihn im Handwerksvergleich zu einem der bestbezahlten Ecklöhne macht.
Welche Zulagen sind beim Dachdecker üblich?
Da die Arbeit sehr wetterabhängig und körperlich fordernd ist, greifen oft Schmutz-, Erschwernis- oder Leistungszulagen. Diese können das Basisgehalt noch einmal um 10 bis 20 Prozent anheben.
Wie vermeide ich als Arbeitgeber Personalausfall im Winter?
Zwar gibt es Saison-Kurzarbeitergeld (S-Kug), die attraktivsten Betriebe binden Fachkräfte aber durch übertarifliche ganzjährige Entgeltgarantien oder verlagern Werkstattarbeiten auf die Wintermonate.
Lohnt sich ein Wechsel zu einem tarifgebundenen Betrieb?
Ja. Tarifgebundene Betriebe bieten planbare Gehaltsentwicklungen, geregelte Arbeitszeiten und soziale Absicherung.
Mit 22,51 EUR/Std. sind tarifgebundene Stellen als Dachdecker konkurrenzfähig. Hinzu kommen oft übertarifliche Leistungen wie Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge oder Weiterbildungsbudgets.
Gilt der Tarif Dachdecker bundesweit gleich?
Für Dachdecker gilt im Kern ein bundeseinheitlicher Tarifstand: Ecklohn 22,51 EUR/Std., gültig ab 01.10.2025. Die Werte gelten in tarifgebundenen Betrieben – unabhängig vom Bundesland.
Unterschiede entstehen vor allem durch Lohngruppe, Berufsjahre, Zulagen, SOKA-Regelungen und die konkrete Tarifbindung des Betriebs – nicht durch einen generellen West-Ost-Ecklohn-Split. Die Übersicht der 16 Bundesländer zeigt den jeweils hinterlegten Stand und die Ausbildungsvergütung.
Was bringt eine Weiterbildung als Dachdecker?
Je nach Spezialisierung und Tarifgruppe sind deutliche Gehaltssprünge möglich. Aktueller tariflicher Ecklohn: 22,51 EUR/Std. (gültig ab 01.10.2025).
Mit Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Meister steigt das Gehalt entlang der Entgeltgruppen – siehe Lohnleiter und die Seiten der Bundesländer.
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