Die Tarifentwicklung im Fliesen-, Platten- und Mosaikgewerbe folgte in den Jahren 2018 bis 2025 den Leitlinien des Bundesrahmentarifvertrags für das Baugewerbe (BRTV), wurde jedoch durch spezifische Lohntarifverträge des Bundesverbands Fliesen und Naturstein (BFN) konkretisiert.
Tarif Fliesenleger Entgelttabelle & Gehälter
Fliesenleger (Fliesen-, Platten- und Mosaikleger) fallen unter das Bauhauptgewerbe. Ab 01.04.2026 gilt bundeseinheitlich der Gesamttarifstundenlohn (GTL inkl.
Bauzuschlag 5,9 %): Fliesen-LG4-Sonder 26,84 €/Std. (allgemeiner LG4-Eck 26,05 €/Std.).
SOKA-BAU regelt Urlaubskasse und Zusatzversorgung. Die Entgelttabelle und die Übersicht der Bundesländer zeigen die aktuellen Werte.
Was verdient man als Fliesenleger nach dem aktuellen Tarifvertrag?
Als Fliesenleger liegt der tarifliche Ecklohn bei 26,84 EUR/Std. (bundeseinheitlich, soweit tariflich so vereinbart, gültig ab 01.04.2026).
Grundlage: Bauhauptgewerbe BRTV / TV Lohn (GTL inkl. Bauzuschlag 5,9%).
Quelle: Bauhauptgewerbe GTL (tarifregister NRW bau6.pdf); gilt bundeseinheitlich ab 01.04.2026. Tarifpartner: Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) / Baugewerbe-Verbände und IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU).
Die genaue Einstufung hängt von Lohngruppe, Berufsjahren und der Tarifbindung des Betriebs ab.
Tarifvertrag
Bauhauptgewerbe BRTV / TV Lohn (GTL inkl. Bauzuschlag 5,9%)
Gültig ab
01.04.2026
Wochenarbeitszeit
40 Stunden
Urlaubstage
30 Tage
Lohnleiter Fliesenleger · Deutschland (bundeseinheitlich)
Bauhauptgewerbe GTL (tarifregister NRW bau6.pdf); gilt bundeseinheitlich ab 01.04.2026 · Gültig ab 01.04.2026
Tarif Fliesenleger in allen 16 Bundesländern
Bundeseinheitlicher Tarifstand wo hinterlegt. Ecklohn, Gültig-ab und Ausbildungsvergütung (1. / letztes Ausbildungsjahr). Stand Beispiel: 01.04.2026.
| Bundesland | Ecklohn | Gültig ab | Azubi 1. / letztes Jahr | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Bayern | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Berlin | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Brandenburg | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Bremen | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Hamburg | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Hessen | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Mecklenburg-Vorpommern | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Niedersachsen | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Nordrhein-Westfalen | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Rheinland-Pfalz | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Saarland | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Sachsen | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Sachsen-Anhalt | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Schleswig-Holstein | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
| Thüringen | 26,84 EUR/Std. | 01.04.2026 | 1.122 / 1.741 | bundesweit |
Details und Quellen finden Sie auf der jeweiligen Bundesland-Seite.
Tarif und Markt im Vergleich
Fliesenleger: Allgemeinverbindlicher Mindestboden (soweit vorhanden), regionaler Tarif-Ecklohn und BA-Median – getrennt ausgewiesen, nicht gemittelt.
Beispiel Nordrhein-Westfalen
Entgeltatlas bundesweit. Nicht 1:1 mit Stunden-Eck vergleichen.
Arbeitgeber-Perspektive
Als Arbeitgeber profitieren Sie von klaren tariflichen Strukturen. Die Transparenz bei Gehaltsangaben erhöht die Qualität der Bewerbungen und verkürzt Besetzungszeiten.
- Tarifliche Bindung schafft Vertrauen bei Fachkräften
- Planbare Lohnkosten durch transparente Gehaltsgruppen
- Übertarifliche Benefits als Differenzierungsmerkmal
Arbeitnehmer-Perspektive
Mit 26,84 EUR/Std. bietet der Tarifvertrag als Fliesenleger eine solide Grundlage. Mit Spezialisierungen und Weiterbildungen sind höhere Einstufungen erreichbar.
- Tarifliche Gehaltsgarantie mit regelmäßigen Erhöhungen
- Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit
- Betriebliche Zusatzleistungen oft zusätzlich zum Tarif
Karrieremöglichkeiten als Fliesenleger
Vom Berufseinsteiger bis zum Meister: So entwickelt sich das Gehalt als Fliesenleger.
Tarifliche Zulagen
Zusätzlich zum Grundgehalt können folgende Zulagen anfallen.
Knie-Zulage / Erschwernis
10-20%
Teilweise übertariflich gewährt wg. körperlicher Belastung
Wegezeitentschädigung
Entfernungsabhängig
Wird seit BRTV 2021 bundesweit geregelt
Leistungsakkord
Variabel
Bezahlung nach verlegten Quadratmetern (oft privat verhandelt)
Sonderzahlungen
Urlaubsgeld ist zentral über SOKA-BAU (ZVK-Kasse) abgesichert
Winterausfallschutz (Saison-KuG)
13. Gehalt variiert stark je nach regionalem Bau-Tarifvertrag
Übertariflich attraktiv sein
Diese Benefits machen Ihr Angebot für Fachkräfte interessanter, oft günstiger als Gehaltserhöhungen.
Ergonomie extrem wichtig (top Knieschoner und Hebehilfen bezahlen)
Bereitstellung bester Schneidegeräte (Nass-/Trockenschneider) verringert Staub & Zeit
Leistungsbonus für besondere Verlegetechniken (z.B. XXL-Naturstein-Formate)
Flexible Planung mit Puffer an Wochenenden (verhindert Ausbrennen)
Krankenzusatzversicherung mit Fokus Wirbelsäule/Gelenke
Tarif-Historie und Entwicklung
Wichtige Tarifrunden und Meilensteine als Fliesenleger.
Die Tarifrunde 2018
brachte eine Erhöhung der Ecklöhne um 5,7 Prozent über einen Zeitraum von zwölf Monaten, wobei die erste Stufe im Juni 2018 mit 2,8 Prozent und die zweite Stufe im Mai 2019 mit weiteren 2,9 Prozent wirksam wurde.
Damit stiegen die Stundenlöhne für qualifizierte Fliesenleger auf rund 17 Euro im Westen. Die Ost-West-Differenz bei den Tarifentgelten verringerte sich in dieser Runde auf etwa 8 Prozent, lag damit aber noch deutlich über der allgemeinen Tarifspreizung anderer Branchen.
Die Verhandlungen 2020
Nach einer temporären Aussetzung der Tarifverhandlungen im Frühjahr einigten sich BFN und IG BAU im Herbst auf einen Abschluss, der eine lineare Erhöhung um 2,6 Prozent ab Januar 2021 vorsah, ergänzt um eine Corona-Sonderzahlung von 500 Euro für die Monate November und Dezember 2020.
Der Inflationsausgleich fiel moderat aus, da die Pandemiefolgen für die Baubranche zunächst ungewiss waren. Die SOKA-BAU-Beiträge für die Urlaubskasse blieben stabil bei 14,6 Prozent der Lohnsumme.
Die Tarifrunde 2022
markierte einen Wendepunkt. Angesichts einer Inflationsrate von über 7 Prozent forderte IG BAU zunächst 8 Prozent, konnte dies jedoch nicht durchsetzen.
Der Kompromiss sah Erhöhungen von 5,4 Prozent ab April 2022 sowie eine steuerfreie Inflationsprämie von 500 Euro vor. Zusätzlich wurde eine zweite Erhöhungsstufe von 2,8 Prozent ab April 2023 vereinbart.
Der Branchenmindestlohn stieg in diesem Zuge auf 13,80 Euro im Westen und 12,90 Euro im Osten. Die Ost-West-Angleichung bei den Tariflöhnen machte Fortschritte, lag aber weiterhin bei etwa 6 Prozent Differenz.
Die Verhandlungen 2023/2024
IG BAU forderte angesichts anhaltend hoher Inflationsraten und steigender Lebenshaltungskosten eine Erhöhung um 6 Prozent sowie eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 38 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Der BFN lehnte die Arbeitszeitverkürzung ab, einigte sich jedoch auf einen Abschluss mit 4,8 Prozent ab Januar 2024 und einer weiteren Stufe von 2,0 Prozent ab Januar 2025. Die Einmalzahlung für 2023 betrug 1.000 Euro netto.
Zeitgleich stieg der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar 2024 auf 12,82 Euro, was den Branchenmindestlohn zunächst unter Druck setzte.
Der aktuelle Tarifabschluss 2025
Die Ecklöhne liegen nun bei 17,70 Euro bis 21 Euro pro Stunde, was einer Spanne von 2.950 bis 3.500 Euro im Monat entspricht. Der Branchenmindestlohn wurde zum 1.
Juni 2025 auf 14,50 Euro im Westen und 13,50 Euro im Osten angehoben. Die Ost-West-Differenz beim Branchenmindestlohn beträgt damit nur noch 1 Euro, während die Tariflöhne eine Differenz von etwa 4 Prozent aufweisen.
Die SOKA-BAU erhöhte den Rentenbaustein in der Zusatzversorgung zum 1. April 2025 auf 4,8 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Entgelts.
Kritisch blieben die Verhandlungen zur Altersvorsorge, da IG BAU eine Anhebung des Rentenbausteins auf 6 Prozent forderte, was der BFN angesichts der wirtschaftlichen Lage im Fliesenlegerhandwerk als nicht finanzierbar bezeichnete.
Der aktuelle Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten bis Mai 2027.
Karrierepfade und Aufstieg als Fliesenleger
Vom Gesellen bis zur Führung – typische Stufen und was sie tariflich bedeuten.
Das Fliesenlegerhandwerk bietet klare tarifliche Karrierestufen mit messbaren Einkommenssprünge. Nach Ausbildungsende starten Gesellen im Fliesenlegerhandwerk mit dem Ecklohn von 2.950 bis 3.500 Euro monatlich (17,70 bis 21 Euro/Stunde).
Innerhalb der ersten drei Berufsjahre steigt das Gehalt durch Erfahrungszulagen typischerweise auf 3.200 bis 3.500 Euro.
Die erste Aufstiegsstufe ist die Position des Vorarbeiters (Lohngruppe 5): Mit Verantwortung für zwei bis fünf Mitarbeiter erhöht sich das Monatseinkommen auf 3.800 bis 4.200 Euro, ein Plus von rund 20 Prozent gegenüber dem Gesellenecklohn.
Die Meisterqualifikation (Lohngruppe 6 und 7) bildet die wichtigste Schwelle. Fliesenlegermeister verdienen im tariflichen Rahmen 4.200 bis 4.800 Euro monatlich, bei Betriebsleitungsfunktionen auch 5.000 bis 6.000 Euro.
Entscheidend sind die staatlichen Förderprogramme für diesen Schritt: Die Meistergründungsprämie beträgt je nach Bundesland 5.000 bis 25.000 Euro, ausgereicht als nicht rückzahlbarer Zuschuss bei Existenzgründung oder Betriebsübernahme.
Parallel sichert das Aufstiegs-BAföG bis zu 50 Prozent der Weiterbildungskosten als Zuschuss und weitere 50 Prozent als zinsgünstiges Darlehen.
Bei Lehrgangskosten von 6.000 bis 8.000 Euro für den Meisterkurs bedeutet dies eine individuelle Nettobelastung von nur 1.500 bis 2.000 Euro.
Spezialisierungen ermöglichen zusätzliche Einkommenssteigerungen: Fachkräfte für großformatige Fliesen (ab 1,50 × 3 Meter) erhalten übertarifliche Zuschläge von 8 bis 12 Prozent aufgrund der technischen Anforderungen.
Restauratoren für historische Mosaike und Denkmalschutzobjekte erreichen 15 bis 25 Prozent über Ecklohn.
Die Zertifizierung zum Sachverständigen für das Fliesenlegerhandwerk (Kosten: 3.000 bis 5.000 Euro, Lehrgangsdauer: 6 bis 12 Monate) eröffnet Gutachtertätigkeiten mit Tagessätzen von 500 bis 800 Euro.
Barrierefreie Badgestaltung und seniorengerechte Sanierung werden aufgrund demografischer Nachfrage oft 5 bis 10 Prozent über Tarif vergütet.
Die SOKA-BAU-Sozialkasse ergänzt die Tarifentgelte durch eine betriebliche Zusatzrente von 1,80 Euro pro geleisteter Stunde, was bei 38-Stunden-Woche über 3.500 Euro jährlich für die Altersvorsorge bedeutet.
Dieser Sozialleistungsbaustein erhöht die Gesamtrendite der Karriere im Fliesenlegerhandwerk gegenüber nicht tariffreien Beschäftigungsverhältnissen deutlich.
Tarifstufen im Überblick
Förderung und Unterstützung
Finanzielle und organisatorische Hilfen für Weiterbildung und Aufstieg als Fliesenleger.
Die Förderung der beruflichen Entwicklung im Fliesenlegerhandwerk wird durch ein mehrdimensionales System aus öffentlichen Zuschüssen, tariflichen Leistungen und individueller Beratung abgesichert.
Aufstiegs-BAföG
bildet das Fundament der finanziellen Förderung für Aufstiegsfortbildungen. Bei Lehrgangs- und Prüfungsgebühren werden bis zu 75 Prozent als Zuschuss gewährt, maximal 15.000 Euro je Fortbildung.
Bei Meistern des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerks belaufen sich die Gesamtkosten für den Vorbereitungslehrgang häufig auf 4.000 bis 8.000 Euro. Der verbleibende Darlehensanteil wird bei erfolgreichem Abschluss zur Hälfte erlassen.
Darüber hinaus kann ein Unterhaltsbeitrag während der Vollzeitfortbildung beantragt werden.
Meistergründungsprämie und Landesförderung:
Nach bestandener Meisterprüfung gewähren die Bundesländer unterschiedliche Prämien. Bayern und Baden-Württemberg zahlen bis zu 6.000 Euro, Nordrhein-Westfalen 5.000 Euro, Niedersachsen bis zu 4.000 Euro.
In Rheinland-Pfalz, Hessen und Schleswig-Holstein liegen die Beträge zwischen 1.500 und 3.000 Euro. Die genauen Konditionen sind bei den Landesinnungen oder den Handwerkskammern zu erfragen.
KfW-Programme:
Existenzgründer und Betriebsübernehmer im Fliesenlegerhandwerk können über die KfW-Bank den Gründerkredit „Startgeld" (bis 125.000 Euro, Zinssatz ab 2,05 Prozent effektiv) oder den „KfW-Unternehmerkredit" (bis 25 Millionen Euro) nutzen.
Förderkredite können mit öffentlichen Zuschüssen der Länder kombiniert werden.
SOKA-BAU-Leistungen:
Die Sozialkasse des Baugewerbes übernimmt für im Fliesenlegergewerbe beschäftigte Arbeitnehmer zwei zentrale Aufgaben. Die Urlaubskasse refundiert dem Betrieb den während des Jahresurlaubs ausfallenden Bruttolohn einschließlich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.
Die Berufsbildungsabgabe finanziert überbetriebliche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die von der Berufsbildungsstätte des Fliesengewerbes durchgeführt werden. Für Lehrlinge im ersten und zweiten Ausbildungsjahr zahlt die SOKA-BAU eine Zusatzvergütung.
Weiterbildungsstipendium:
Das Programm der Stiftung Begabtenförderung gewährt Fachkräften unter 25 Jahren bis zu 8.100 Euro für anspruchsvolle Qualifizierungen, etwa Spezialisierungen in Epoxidharz-Techniken, Energieberatung im Ausbau oder barrierefreies Bauen.
Die Handwerkskammern bieten kostenlose Erstberatung zu allen Förderprogrammen und begleiten Antragsverfahren.
Die Landesinnungen des Fliesengewerbes vermitteln zudem Stipendien für nationale und internationale Wettbewerbe, in denen sich junge Fachkräfte über die Gesellenprüfung hinaus profilieren können.
Häufige Fragen zum Tarif als Fliesenleger
Fallen Fliesenleger unter den Bau-Mindestlohn?
Ja, wie alle Gewerke im Bauhauptgewerbe fallen auch die Helfer und Einsteiger im Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk unter den strengen gesetzlichen Baumindestlohn der Gruppe 1 und 2.
Was ist ein Fliesenleger-Akkordlohn?
Neben dem tariflichen Stunden- oder Monatslohn wird im Fliesenlegerhandwerk häufig ein Akkordlohn bzw. Stücklohn vereinbart – typischerweise nach Quadratmetern verlegter Fläche. Ein leistungsstarker Geselle kann so bei Großprojekten das reine Tabellenentgelt deutlich überschreiten. Ob Akkord greift, regelt der Betrieb bzw. der anwendbare Tarif.
Gibt es Besonderheiten wegen Schlechtwetter?
Anders als Dachdecker oder Maurer verlegen Fliesenleger die meiste Zeit im geschlossenen (oft bereits beheizten) Innen- oder Rohbau. Das Schlechtwetter-Risiko im Winter ist daher deutlich geringer.
Was bringt die Spezialisierung auf XXL-Fliesen für das Gehalt?
Spezialisten für riesige Formate (z.B. 3x1 Meter Fliesen) können sehr hohe Aufschläge (EG 4 oder frei verhandelt) fordern, da das Verlegen spezielles Wissen und millimetergenaue Arbeit erfordert.
Lohnt sich ein Wechsel zu einem tarifgebundenen Betrieb?
Ja. Tarifgebundene Betriebe bieten planbare Gehaltsentwicklungen, geregelte Arbeitszeiten und soziale Absicherung.
Mit 26,84 EUR/Std. sind tarifgebundene Stellen als Fliesenleger konkurrenzfähig. Hinzu kommen oft übertarifliche Leistungen wie Firmenwagen, betriebliche Altersvorsorge oder Weiterbildungsbudgets.
Gilt der Tarif Fliesenleger bundesweit gleich?
Für Fliesenleger gilt im Kern ein bundeseinheitlicher Tarifstand: Ecklohn 26,84 EUR/Std., gültig ab 01.04.2026. Die Werte gelten in tarifgebundenen Betrieben – unabhängig vom Bundesland.
Unterschiede entstehen vor allem durch Lohngruppe, Berufsjahre, Zulagen, SOKA-Regelungen und die konkrete Tarifbindung des Betriebs – nicht durch einen generellen West-Ost-Ecklohn-Split. Die Übersicht der 16 Bundesländer zeigt den jeweils hinterlegten Stand und die Ausbildungsvergütung.
Was bringt eine Weiterbildung als Fliesenleger?
Je nach Spezialisierung und Tarifgruppe sind deutliche Gehaltssprünge möglich. Aktueller tariflicher Ecklohn: 26,84 EUR/Std. (gültig ab 01.04.2026).
Mit Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Meister steigt das Gehalt entlang der Entgeltgruppen – siehe Lohnleiter und die Seiten der Bundesländer.
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