Handwerks
Glossar
Von A wie Ausbildung bis Z wie Zertifikat. Alle wichtigen Begriffe aus dem Handwerk und Recruiting verständlich erklärt.
Gesellenbrief allgemein
Der Gesellenbrief ist die offizielle Urkunde, die nach erfolgreichem Abschluss einer dualen Berufsausbildung im Handwerk verliehen wird.
Er bescheinigt die vollumfängliche berufliche Handlungsfähigkeit und markiert den rechtlich geschützten Übergang vom Auszubildenden zur qualifizierten Fachkraft.
In der deutschen Handwerksordnung ist er als zentrales Qualitätsmerkmal verankert und bildet die unverzichtbare Basis für den weiteren Karriereweg zum Meister oder Techniker.
Meisterbrief allgemein
Der Meisterbrief ist das höchste Qualitätssiegel und der wichtigste Kompetenznachweis im deutschen Handwerk.
Er bescheinigt nicht nur höchste fachliche Exzellenz, sondern auch fundierte betriebswirtschaftliche, rechtliche und arbeitspädagogische Qualifikationen.
Als Stufe 6 im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ist er formal einem Bachelor-Abschluss gleichgestellt und bildet die rechtliche Voraussetzung für die Ausbildung von Lehrlingen sowie für die Führung eines zulassungspflichtigen Handwerksbetriebs.
Handwerkskammer (HWK) allgemein
Die Handwerkskammer (HWK) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und die zentrale Selbstverwaltungsorganisation des Handwerks in einer Region.
Sie vertritt die Interessen aller Handwerksbetriebe ihres Bezirks, führt die Handwerksrolle, regelt die Berufsausbildung und bietet umfangreiche Beratungs- sowie Weiterbildungsleistungen an.
Innung allgemein
Freiwilliger Zusammenschluss von Handwerksbetrieben eines Gewerks auf regionaler Ebene. Vertritt die Interessen der Mitgliedsbetriebe und bietet Weiterbildung, Beratung und Netzwerk.
Handwerksrolle allgemein
Amtliches Verzeichnis aller selbstständigen Handwerksbetriebe, das von der Handwerkskammer geführt wird. Eintragung ist Voraussetzung für die Führung eines zulassungspflichtigen Handwerksbetriebs.
Zulassungspflichtiges Handwerk allgemein
Handwerksberufe, für deren selbstständige Ausübung ein Meisterbrief oder eine gleichwertige Qualifikation erforderlich ist (Anlage A der Handwerksordnung). Beispiele: Elektriker, SHK, Dachdecker.
Handwerksordnung (HwO) allgemein
Das Grundgesetz des deutschen Handwerks. Regelt die Berufsausübung, die Berufsbildung sowie die Organisation des Handwerks in Kammern und Innungen.
Elektrofachkraft elektro
Person, die aufgrund fachlicher Ausbildung Kenntnisse und Erfahrungen besitzt, um elektrische Gefährdungen zu erkennen und zu beurteilen. Voraussetzung für selbstständiges Arbeiten an elektrischen Anlagen.
VDE-Prüfung elektro
Prüfung elektrischer Anlagen und Geräte nach den Vorschriften des Verbands der Elektrotechnik (VDE). Umfasst Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfung zur Sicherstellung der elektrischen Sicherheit.
DGUV Vorschrift 3 elektro
Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Betriebsmittel. Regelt Prüffristen und Anforderungen an Prüfungen elektrischer Geräte und Anlagen in Unternehmen.
Smart Home elektro
Vernetzung von Haustechnik, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik zu einem intelligenten Gebäudesystem. Ermöglicht zentrale Steuerung von Licht, Heizung, Rollläden und Sicherheitstechnik.
KNX elektro
Weltweiter Standard für Gebäudeautomation und Smart-Home-Systeme. Ermöglicht die Vernetzung verschiedener Geräte und Hersteller über ein einheitliches Bussystem.
Photovoltaik (PV-Anlage) elektro
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenenergie mittels Solarzellen direkt in elektrische Energie um.
Sie ist eine zentrale Säule der dezentralen Energiewende und ermöglicht Betrieben wie Privathaushalten eine CO2-neutrale Eigenstromversorgung.
Batteriespeicher elektro
Ein Batteriespeicher (auch Stromspeicher genannt) speichert den von einer Photovoltaikanlage erzeugten Strom chemisch in Batteriezellen, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. nachts) wieder abzugeben.
Wallbox elektro
Wandmontierte Ladestation für Elektrofahrzeuge im privaten oder gewerblichen Bereich. Ermöglicht schnelleres und sichereres Laden als über normale Haushaltssteckdosen.
Blitzschutz elektro
Blitzschutz umfasst alle Maßnahmen zur Verringerung von Schäden durch Blitzeinschläge in bauliche Anlagen.
Man unterscheidet zwischen äußerem Blitzschutz (Auffangeinrichtungen, Ableitungen, Erdungsanlage) und innerem Blitzschutz (Überspannungsschutz für elektrische Geräte).
Anlagenmechaniker SHK shk
Zentraler Ausbildungsberuf im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Verantwortlich für die Planung, Installation und Wartung komplexer haustechnischer Systeme.
Trinkwasserhygiene (VDI 6023) shk
Trinkwasserhygiene umfasst alle Maßnahmen zur Sicherstellung der Wasserqualität in Gebäuden.
Die Richtlinie VDI 6023 regelt dabei die Planung, den Bau, Betrieb und die Instandhaltung von Trinkwasser-Installationen zur Vermeidung von Verkeimungen (z.B. Legionellen).
Brennwerttechnik shk
Brennwerttechnik ist ein hocheffizientes Verfahren zur Wärmeerzeugung, bei dem auch die im Abgas enthaltene Kondensationswärme des Wasserdampfes genutzt wird. Dies führt zu Normnutzungsgraden von über 100 %.
Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) shk
System zur mechanischen Be- und Entlüftung von Wohngebäuden. Es sichert den notwendigen Luftwechsel, schützt vor Feuchtigkeitsschäden und spart durch Wärmerückgewinnung Energie.
Wärmepumpe shk
Hocheffizientes Heizsystem, das Umweltwärme aus Luft, Erde oder Wasser nutzt. Schlüsseltechnologie der Wärmewende im Gebäudesektor.
GEG (Gebäudeenergiegesetz) shk
Zentrales Gesetz für energetische Anforderungen an Gebäude in Deutschland. Regelt u.a.
die 65%-Pflicht für erneuerbare Energien beim Heizungstausch.
Trinkwasserverordnung shk
Rechtliche Basis für die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch in Deutschland. Setzt Grenzwerte und definiert Prüfpflichten für Betreiber von Wasseranlagen.
Abbund holzbau
Der gesamte Prozess des Anreißens, Bearbeitens und Zusammenpassens von Holzbauteilen für eine Dachkonstruktion oder einen Holzbau. Heute oft computergesteuert (CAD/CAM).
Zimmerer holzbau
Handwerker, der Holzbauten aller Art errichtet, insbesondere Dachstühle, Holzhäuser und Treppen. Verbindet traditionelle Techniken mit modernstem Ingenieurholzbau.
Holzrahmenbau holzbau
Bauweise mit tragenden Holzrahmen, die mit Dämmmaterial gefüllt und beidseitig beplankt werden. Moderne, energieeffiziente Bauweise für Einfamilienhäuser und Aufstockungen.
Dachstuhl holzbau
Der Dachstuhl ist die tragende Holzkonstruktion eines Daches, die die Lasten der Dachdeckung, des Schnees und des Windes aufnimmt und sicher in die tragenden Wände des Gebäudes ableitet.
CLT (Cross Laminated Timber) holzbau
CLT (Brettsperrholz) ist ein massives Holzbauelement, das aus mindestens drei rechtwinklig zueinander verklebten Lagen von Schnittholz besteht. Es ermöglicht den Bau von mehrgeschossigen Gebäuden komplett aus Holz.
Ökologische Dämmstoffe holzbau
Ökologische Dämmstoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Holzfaser, Zellulose, Hanf) oder mineralischen Naturstoffen hergestellt.
Sie dienen dem Wärmeschutz und regulieren gleichzeitig das Raumklima.
CNC-Bearbeitung holzbau
Computergesteuerte Holzbearbeitung mit höchster Präzision. CNC-Anlagen (Computerized Numerical Control) führen komplexe Bearbeitungsschritte wie Fräsen, Bohren, Sägen und Schleifen automatisch nach digitalen Konstruktionsplänen aus.
Fachkräftemangel recruiting
Strukturelles Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt, bei dem die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften das Angebot dauerhaft übersteigt. Im Handwerk eine existenzielle Bedrohung für das Wachstum.
Employer Branding recruiting
Die gezielte Entwicklung und Positionierung eines Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber (Arbeitgebermarkenbildung). Ziel ist es, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden.
Active Sourcing recruiting
Die proaktive Identifizierung und direkte Ansprache von potenziellen Mitarbeitern durch den Arbeitgeber. Man wartet nicht auf Bewerbungen, sondern wird selbst aktiv.
Bewerbermanagement recruiting
Die systematische Steuerung und Verwaltung aller Prozesse von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Einstellung oder Absage eines Kandidaten.
Onboarding recruiting
Der strukturierte Prozess zur Integration neuer Mitarbeiter in das Unternehmen, sowohl fachlich als auch sozial.
Mitarbeiterbindung (Retention) recruiting
Alle Maßnahmen eines Unternehmens, um Mitarbeiter langfristig an den Betrieb zu binden und Fluktuation zu vermeiden.
Tarifvertrag recht
Schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften über Arbeitsbedingungen wie Lohn, Arbeitszeit und Urlaub.
SEO (Search Engine Optimization) marketing
Suchmaschinenoptimierung. Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit einer Website in den unbezahlten Suchergebnissen von Google & Co.
Google My Business marketing
Google My Business (jetzt offiziell 'Google Unternehmensprofil') ist ein kostenloses Tool von Google, mit dem Unternehmen ihre Präsenz in der Google-Suche und auf Google Maps verwalten können.
Es ist das digitale Aushängeschild für lokale Handwerksbetriebe.
Local SEO marketing
Local SEO (lokale Suchmaschinenoptimierung) umfasst alle Maßnahmen, um die Sichtbarkeit eines Unternehmens bei Suchanfragen mit lokalem Bezug zu erhöhen.
Ziel ist ein Top-Ranking im Google Map Pack und in den organischen Suchergebnissen der Region.
Website-Optimierung marketing
Website-Optimierung umfasst alle technischen und inhaltlichen Anpassungen einer Internetpräsenz, um die Nutzererfahrung (UX), die Ladegeschwindigkeit und die Konversionsrate (Anfragen/Bewerbungen) zu steigern.
Social Media Marketing marketing
Nutzung von sozialen Netzwerken wie Instagram, Facebook oder TikTok zur Kundengewinnung, Markenbildung und Personalsuche.
Lokale Sichtbarkeit marketing
Die Präsenz eines Unternehmens in seinem direkten geografischen Umfeld, sowohl digital (Google Maps) als auch analog (Fahrzeugbeschriftung, Baustellenschilder).
Zeitlohn gehalt
Vergütung nach geleisteter Arbeitszeit (Stunden, Tage, Monate). Im Handwerk die häufigste Lohnform.
Vorteile: Kalkulierbar, qualitätsorientiert. Nachteil: Weniger Leistungsanreiz.
Stundenlohn gehalt
Vergütung pro geleisteter Arbeitsstunde. Im Handwerk 2026: Elektriker Ø 18-24€, SHK Ø 17-23€, Maler Ø 15-20€, Dachdecker Ø 18-25€.
Regionale Unterschiede von bis zu 30%.
Leistungszulage gehalt
Zusätzliche Vergütung für überdurchschnittliche Leistung. Kann fix (monatlich) oder variabel (projektbezogen) sein.
Motivationsinstrument, das im Handwerk häufiger wird.
Weihnachtsgeld Handwerk gehalt
Sonderzahlung im November/Dezember, tariflich oft 40-100% eines Monatsgehalts. Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in vielen Handwerks-Tarifverträgen verankert (z.B.
Elektro: 55%).
Urlaubsgeld Handwerk gehalt
Zusätzliche Zahlung zum Jahresurlaub, typisch 30-50% eines Monatsgehalts. In vielen Handwerks-Tarifverträgen vereinbart.
Kann auch als Gesamtbetrag mit Weihnachtsgeld gezahlt werden.
Mitarbeiterempfehlung recruiting
Recruiting-Methode, bei der bestehende Mitarbeiter Kandidaten aus ihrem Netzwerk empfehlen. Im Handwerk besonders effektiv: 40% der erfolgreichen Einstellungen kommen über persönliche Empfehlungen.
Headhunting recruiting
Gezielte Abwerbung von Fach- und Führungskräften durch spezialisierte Personalberater. Im Handwerk für Meister und Führungspositionen relevant, Kosten typisch 20-30% des Jahresgehalts.
Initiativbewerbung recruiting
Bewerbung ohne konkrete Stellenausschreibung. Zeigt hohes Interesse am Unternehmen.
Im Handwerk wichtig: Gute Fachkräfte bewerben sich oft initiativ bei Betrieben mit gutem Ruf.
Screening-Fragen recruiting
Vorauswahl-Fragen im Bewerbungsprozess zur schnellen Einschätzung der Eignung. Sie dienen dazu, grundlegende Qualifikationen (Hard Skills) und Rahmenbedingungen abzufragen, bevor ein persönliches Gespräch stattfindet.
Assessment-Center recruiting
Ein mehrstufiges Auswahlverfahren, bei dem Bewerber vor verschiedenen Beobachtern (Assessoren) praxisnahe Aufgaben lösen, um ihre fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen unter Beweis zu stellen.
Probetag recruiting
Ein unverbindlicher Arbeitstag (oder mehrere Stunden), an dem ein potenzieller neuer Mitarbeiter den Betrieb, das Team und die typischen Arbeitsabläufe kennenlernt
während der Arbeitgeber die praktischen Fähigkeiten des Bewerbers beobachtet.
Mitarbeitergespräch recruiting
Ein strukturiertes, geplantes Vier-Augen-Gespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeiter, das über den täglichen Austausch auf der Baustelle hinausgeht.
Es dient der Reflexion der Zusammenarbeit, der Leistungsbewertung und der persönlichen Weiterentwicklung.
DSGVO recht
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine Verordnung der Europäischen Union, mit der die Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen europaweit vereinheitlicht werden.
AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) recht
Ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist eine vertragliche Vereinbarung zwischen einem Verantwortlichen (z.B.
einem Handwerksbetrieb) und einem Dienstleister (Auftragsverarbeiter), der personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung des Verantwortlichen verarbeitet.
Tarifvertrag recht
Ein Tarifvertrag ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen einem Arbeitgeberverband und einer Gewerkschaft, die Mindeststandards für Arbeitsbedingungen wie Entgelt, Arbeitszeit, Urlaub und Kündigungsfristen festlegt.
Schlechtwettergeld recht
Das Schlechtwettergeld (heute offiziell Saison-Kurzarbeitergeld) ist eine Lohnersatzleistung für Beschäftigte im Baugewerbe und verwandten Branchen, um Arbeitsausfälle in der Schlechtwetterzeit (1. Dezember bis 31.
März) finanziell abzufedern und Kündigungen zu vermeiden.
Mindestlohn Handwerk recht
Der Mindestlohn im Handwerk bezeichnet die gesetzlich oder tarifvertraglich festgelegte Lohnuntergrenze, die pro geleistete Arbeitsstunde mindestens gezahlt werden muss.
Er setzt sich oft aus dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn und spezifischen Branchenmindestlöhnen zusammen.
Nachtarbeitszuschlag recht
Der Nachtarbeitszuschlag ist eine zusätzliche Vergütung für Arbeit, die während der gesetzlich oder tariflich definierten Nachtzeit (meist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr) geleistet wird.
Er dient als Ausgleich für die besonderen Belastungen der Nachtarbeit.
Schmutzarbeitszulage recht
Die Schmutzarbeitszulage (oft auch Erschwerniszulage) ist eine zusätzliche Vergütung für Arbeiten, die mit einer besonderen Verschmutzung des Körpers oder der Kleidung einhergehen oder unter besonders unangenehmen Bedingungen (Geruch, Nässe
Hitze) ausgeführt werden.
Arbeitssicherheit recht
Arbeitssicherheit umfasst alle Maßnahmen und Vorkehrungen, die darauf abzielen, Unfälle am Arbeitsplatz zu verhindern und die Gesundheit der Beschäftigten während ihrer beruflichen Tätigkeit dauerhaft zu schützen.
BEG-Förderung finanzen
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bündelt die staatliche Unterstützung für die energetische Sanierung von Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie für den Neubau hocheffizienter Gebäude.
KfW-Förderung finanzen
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist die staatliche Förderbank der Bundesrepublik Deutschland. Sie bietet Kredite und Zuschüsse für Bau-, Sanierungs- und Energieeffizienzprojekte an.
BAFA-Förderung finanzen
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist eine Bundesoberbehörde, die unter anderem Zuschüsse für Energieeffizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien im Rahmen der BEG gewährt.
Fahrtkostenerstattung recht
Erstattung von Reisekosten zu wechselnden Einsatzorten. Im Handwerk oft 0,30€/km oder Firmenwagen.
Wichtig: Fahrten zur Betriebsstätte sind steuerlich anders zu behandeln als Baustellenfahrten.
Arbeitszeitgesetz recht
Gesetz zur Regelung der Arbeitszeit (ArbZG). Maximale Arbeitszeit 8 Stunden/Tag (bis 10 Stunden bei Ausgleich), Ruhezeiten von 11 Stunden, Pausen alle 6 Stunden.
Im Handwerk oft Herausforderung bei Großprojekten.
Gefährdungsbeurteilung recht
Gesetzlich vorgeschriebene Analyse aller Gefährdungen am Arbeitsplatz. Pflicht für jeden Arbeitgeber nach Arbeitsschutzgesetz.
Im Handwerk besonders wichtig wegen vielfältiger Risiken auf Baustellen.
PSA (Persönliche Schutzausrüstung) recht
Vom Arbeitgeber kostenlos zu stellende Schutzausrüstung: Helm, Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Gehörschutz, Schutzbrille. Nutzung ist Pflicht für Arbeitnehmer.
Unfallversicherung recht
Gesetzliche Versicherung über die Berufsgenossenschaft (BG). Versichert Arbeitsunfälle, Wegeunfälle und Berufskrankheiten.
Beiträge zahlt der Arbeitgeber, Höhe richtet sich nach Gefährdungsklasse.
RAL-Farben maler
Das weltweit führende Farbsystem für professionelle Anwender in Industrie, Handwerk und Design. Mit über 2.500 Farbtönen ermöglicht es eine präzise, herstellerunabhängige Kommunikation und Reproduzierbarkeit von Farben.
WDVS maler
Das Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist ein mehrschichtiger Aufbau zur thermischen Isolierung von Außenwänden.
Es besteht aus Dämmstoffplatten, die durch Kleben und/oder Dübeln auf dem Untergrund befestigt, mit einer Armierungsschicht versehen und durch einen Außenputz geschützt werden.
Spachteltechnik maler
Sammelbegriff für hochwertige, dekorative Wand- und Deckenbeschichtungen, die durch das manuelle Auftragen und Glätten spezieller Massen erzeugt werden.
Ziel ist die Schaffung individueller Oberflächenstrukturen, Glanzeffekte oder Materialimitationen.
Malermeister maler
Die höchste berufliche Qualifikation im Maler- und Lackiererhandwerk.
Der Meistertitel bescheinigt umfassende fachliche Exzellenz, betriebswirtschaftliches Know-how sowie die Berechtigung zur Ausbildung und zur selbstständigen Führung eines Handwerksbetriebs.
Lackierer maler
Fachkraft für die Veredelung und den Schutz von Oberflächen durch Lackbeschichtungen.
Im Handwerk wird primär zwischen dem 'Maler und Lackierer' (Schwerpunkt Bau/Gestaltung) und dem 'Fahrzeuglackierer' (Schwerpunkt KFZ/Industrie) unterschieden.
Beschichtung maler
Der systematische Auftrag einer festhaftenden Schicht aus formlosem Stoff auf die Oberfläche eines Werkstücks. Im Malerhandwerk dient sie primär dem Schutz (Korrosion, Witterung), der Dekoration oder der Funktionsänderung (z.B.
Brandschutz) eines Bauteils.
VOC-frei maler
Bezeichnung für Produkte, die keine oder nur minimale Mengen an flüchtigen organischen Verbindungen (Volatile Organic Compounds) enthalten.
Im Malerhandwerk steht dies für emissionsarme Beschichtungsstoffe, die Raumluft und Umwelt weniger belasten.
Farbton maler
Die spezifische Nuance einer Farbe, definiert durch ihre Lage im Farbraum (Buntton, Helligkeit, Sättigung). Im Handwerk dient der Farbton zur exakten Identifikation und Reproduktion von Beschichtungen mittels Farbsystemen wie RAL oder NCS.
Dacheindeckung dach
Die äußere, wasserführende Schicht eines Daches, die das Gebäude vor Witterungseinflüssen schützt. Sie umfasst die Wahl und Verlegung von Materialien wie Tondachziegeln, Betonsteinen, Schiefer, Metall oder Bitumenbahnen.
Dachsanierung dach
Die energetische und bauliche Instandsetzung eines bestehenden Daches. Dies umfasst in der Regel die Erneuerung der Eindeckung, die Optimierung der Dämmung nach gesetzlichen Vorgaben sowie die Instandsetzung von Dachstuhl und Entwässerung.
Dachdämmung dach
Maßnahmen zur thermischen Isolierung des Daches, um Wärmeverluste im Winter zu minimieren und Hitzeschutz im Sommer zu gewährleisten. Wichtiger Bestandteil der energetischen Gebäudesanierung.
Flachdach dach
Ein Dach mit einer Neigung von weniger als 5 Grad. Im Gegensatz zum Steildach erfolgt die Wasserabführung meist über innenliegende Entwässerungssysteme; die Abdichtung erfolgt durch Bitumenbahnen, Kunststofffolien oder Flüssigkunststoffe.
Aufdachdämmung dach
Die energetisch effizienteste Form der Dachdämmung, bei der das Dämmmaterial lückenlos über den Dachsparren verlegt wird. Sie bildet eine geschlossene Haube über dem Gebäude und vermeidet so Wärmebrücken.
Schneefang dach
Sicherheitseinrichtungen auf Dächern, die das unkontrollierte Abrutschen von Schneemassen (Dachlawinen) verhindern. Sie schützen Passanten, Fahrzeuge und tieferliegende Bauteile vor Verletzungen und Schäden.
Titanzink dach
Eine hochwertige Legierung aus Zink mit geringen Anteilen von Titan und Kupfer. Es ist das Standardmaterial im Spengler- und Dachdeckerhandwerk für langlebige Dachentwässerungen, Fassadenbekleidungen und Metalldeckungen.
Bitumenbahn dach
Ein mit Bitumen getränktes Trägermaterial (z.B. Glasvlies oder Polyestervlies), das zur Abdichtung von Dächern, insbesondere Flachdächern, sowie für Bauwerksabdichtungen eingesetzt wird.
KFZ-Mechatroniker kfz
Moderner Ausbildungsberuf, der die Bereiche Mechanik, Elektronik und Informationstechnik im Fahrzeugbau vereint. Er umfasst die Wartung, Reparatur und Systemdiagnose von Kraftfahrzeugen aller Art.
AU/HU kfz
Die Kombination aus Abgasuntersuchung (AU) und Hauptuntersuchung (HU) ist die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung von Kraftfahrzeugen auf Verkehrssicherheit, Vorschriftsmäßigkeit und Umweltverträglichkeit.
Sie wird umgangssprachlich oft als 'TÜV' bezeichnet.
Diagnosegerät kfz
Ein elektronisches Werkzeug zur Kommunikation mit den Steuergeräten eines Fahrzeugs.
Es dient dem Auslesen von Fehlerspeichern, der Analyse von Live-Daten (Ist-Werten), der Kalibrierung von Komponenten und der Programmierung (Codierung) von Fahrzeugsoftware.
Elektromobilität kfz
Die Nutzung von Fahrzeugen mit elektrischem Antrieb (BEV, PHEV). Im KFZ-Handwerk umfasst dies die Wartung und Reparatur von Hochvolt-Systemen, Batteriespeicher-Technologien und Ladeinfrastrukturen.
Werkstattauftrag kfz
Schriftliche Vereinbarung über durchzuführende Arbeiten zwischen Kunde und Werkstatt. Rechtsgrundlage für Abrechnung, sollte Arbeitsbeschreibung, Kostenvoranschlag und Freigaben enthalten.
Garantiearbeit kfz
Reparaturen, die über Herstellergarantie oder Gewährleistung abgerechnet werden. Erfordert exakte Dokumentation und Einhaltung der Herstellervorgaben.
Stundensätze oft unter freiem Werkstatt-Tarif.
OBD kfz
On-Board-Diagnose. Ein fahrzeuginterne System zur Überwachung aller abgasrelevanten Bauteile und anderer wichtiger Parameter.
Die standardisierte OBD-II-Schnittstelle ermöglicht den Zugriff auf Fehlerspeicher und Live-Daten.
Hochvolttechnik kfz
Sammelbegriff für elektrische Systeme in Fahrzeugen mit Spannungen über 60V Gleichspannung oder 25V Wechselspannung. In der E-Mobilität liegt die Spannung meist zwischen 400V und 800V.
Metallbauer metall
Ein vielseitiger Ausbildungsberuf im Handwerk, der sich mit der Herstellung, Montage und Instandhaltung von Konstruktionen aus Metall und anderen Werkstoffen befasst.
Die Tätigkeit reicht von filigraner Gestaltung bis hin zu schwerem Stahlbau.
Schweißzertifikat metall
Ein personengebundener Qualifikationsnachweis nach DIN EN ISO 9606, der die handwerkliche Fähigkeit eines Schweißers bestätigt, Schweißnähte in einer bestimmten Qualität unter definierten Bedingungen herzustellen.
Stahlbau metall
Ein Teilbereich des Bauwesens, bei dem tragende Konstruktionen aus Stahlprofilen gefertigt und montiert werden. Der Stahlbau ist durch hohe Vorfertigungsgrade und große Spannweiten charakterisiert.
Schlosser metall
Die traditionelle Berufsbezeichnung für Handwerker, die Metall verarbeiten.
Obwohl die offizielle Bezeichnung seit 1989 'Metallbauer' lautet, ist der Begriff Schlosser in der Umgangssprache, in Stellenanzeigen und im Bewusstsein von Fachkräften weiterhin tief verwurzelt.
CNC-Fräsen metall
Computergesteuerte Metallbearbeitung durch spanabhebendes Verfahren. Ermöglicht hochpräzise Fertigung komplexer Teile.
Bediener benötigen CNC-Ausbildung oder Weiterbildung.
Blechbearbeitung metall
Umformen von Metallblechen durch Schneiden, Stanzen, Biegen, Tiefziehen. Anwendungen: Gehäuse, Verkleidungen, Lüftungskanäle.
Moderne Betriebe nutzen CNC-gesteuerte Kantbänke und Laser.
Akkordlohn gehalt
Leistungsabhängige Vergütung nach produzierter Menge oder erledigten Aufträgen. Im Handwerk seltener, aber z.B.
bei Fliesenlegern oder im Trockenbau verbreitet. Risiko: Qualitätsverlust durch Zeitdruck.
Zeitlohn gehalt
Vergütung nach geleisteter Arbeitszeit (Stunden, Tage, Monate). Im Handwerk die häufigste Lohnform.
Vorteile: Kalkulierbar, qualitätsorientiert. Nachteil: Weniger Leistungsanreiz.
Stundenlohn gehalt
Vergütung pro geleisteter Arbeitsstunde. Im Handwerk 2026: Elektriker Ø 18-24€, SHK Ø 17-23€, Maler Ø 15-20€, Dachdecker Ø 18-25€.
Regionale Unterschiede von bis zu 30%.
Leistungszulage gehalt
Zusätzliche Vergütung für überdurchschnittliche Leistung. Kann fix (monatlich) oder variabel (projektbezogen) sein.
Motivationsinstrument, das im Handwerk häufiger wird.
Weihnachtsgeld Handwerk gehalt
Sonderzahlung im November/Dezember, tariflich oft 40-100% eines Monatsgehalts. Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber in vielen Handwerks-Tarifverträgen verankert (z.B.
Elektro: 55%).
Urlaubsgeld Handwerk gehalt
Zusätzliche Zahlung zum Jahresurlaub, typisch 30-50% eines Monatsgehalts. In vielen Handwerks-Tarifverträgen vereinbart.
Kann auch als Gesamtbetrag mit Weihnachtsgeld gezahlt werden.
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