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AU/HU

Präzise Definition, strategische Bedeutung für Betriebe und aktuelle Herausforderungen im Handwerk 2026.

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Was ist AU/HU?

Die Kombination aus Abgasuntersuchung (AU) und Hauptuntersuchung (HU) ist die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung von Kraftfahrzeugen auf Verkehrssicherheit, Vorschriftsmäßigkeit und Umweltverträglichkeit. Sie wird umgangssprachlich oft als 'TÜV' bezeichnet. Der Begriff "AU/HU" gehört zur Kategorie Kfz-Mechatronik und ist ein wichtiger Fachbegriff im Handwerk. Bekannt auch als: Hauptuntersuchung, Abgasuntersuchung, TÜV-Termin, Fahrzeuguntersuchung nach § 29 StVZO. Verwandt mit: KFZ-Mechatroniker, Prüfplakette, Mängelbericht. Für Arbeitgeber und Fachkräfte im Handwerk erleichtert das Verständnis dieses Begriffs die Kommunikation und effektive Zusammenarbeit.

Definition

Die Kombination aus Abgasuntersuchung (AU) und Hauptuntersuchung (HU) ist die gesetzlich vorgeschriebene Überprüfung von Kraftfahrzeugen auf Verkehrssicherheit, Vorschriftsmäßigkeit und Umweltverträglichkeit. Sie wird umgangssprachlich oft als 'TÜV' bezeichnet.

Im Handwerk

Der Begriff "AU/HU" ist im Kontext von Handwerksberufen und Betriebsführung relevant.

Praxis-Bedeutung

Bieten Sie Ihren Kunden immer einen 'HU-Vorabcheck' an. Wenn Mängel bereits vor dem offiziellen Termin behoben werden, erspart das dem Kunden die Gebühr für die Nachprüfung und stärkt das Vertrauen in Ihre Werkstatt als vorausschauender Partner.

💡 Praxis-Tipp

Bieten Sie Ihren Kunden immer einen 'HU-Vorabcheck' an. Wenn Mängel bereits vor dem offiziellen Termin behoben werden, erspart das dem Kunden die Gebühr für die Nachprüfung und stärkt das Vertrauen in Ihre Werkstatt als vorausschauender Partner.

Hintergrund & Geschichte

Die Hauptuntersuchung (HU) wurde in Deutschland bereits 1951 eingeführt, um die Verkehrssicherheit auf den Straßen systematisch zu erhöhen. Die Abgasuntersuchung (AU) kam 1985 (zunächst als ASU für Benziner) hinzu, um die Umweltbelastung durch Kraftfahrzeuge zu begrenzen. Seit 2010 ist die AU fester Bestandteil der HU, was bedeutet, dass die Prüfplakette nur bei Bestehen beider Teilprüfungen erteilt wird. Die rechtliche Grundlage bildet § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Während die HU von staatlich anerkannten Überwachungsorganisationen (wie TÜV, DEKRA, GTÜ oder KÜS) durchgeführt werden muss, darf die AU von dafür zertifizierten KFZ-Mechatroniker-Betrieben selbst durchgeführt werden. Die technische Prüfung umfasst heute weit mehr als nur Bremsen und Licht: Moderne Prüfalgorithmen lesen über die OBD-Schnittstelle sicherheitsrelevante Steuergeräte aus und prüfen die Funktion elektronischer Assistenzsysteme. Ein kritischer Wendepunkt war die Wiedereinführung der Endrohrmessung (PN-Messung) für Euro-6-Dieselfahrzeuge im Jahr 2023, um Partikelfilterdefekte zuverlässiger aufzuspüren.

Bedeutung für Arbeitgeber

Für KFZ-Betriebe ist das Thema AU/HU ein zentraler Umsatzbringer und das wichtigste Instrument zur Kundenbindung. Da die HU-Termine gesetzlich fixiert sind (meist alle 24 Monate), generieren sie einen stetigen Strom an Werkstattbesuchen. Für den Arbeitgeber ist die HU die ideale Gelegenheit, den technischen Zustand des Kundenfahrzeugs ganzheitlich zu bewerten und notwendige Reparaturen (Verschleißteile wie Bremsen, Reifen, Fahrwerk) frühzeitig anzubieten. In der Betriebsführung spielt die Zertifizierung als AU-anerkannt Fachbetrieb eine große Rolle. Sie erlaubt es, die Abgasprüfung direkt im eigenen Haus durchzuführen, was die Durchlaufzeiten verkürzt und die Marge erhöht. Im Recruiting ist die Kompetenz im Bereich AU/HU ein Basis-Skill für jeden Gesellen. Ein Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter zu 'Prüfstützpunkt-Beauftragten' weiterbildet, investiert in die rechtliche Absicherung des Betriebs. Zudem signalisiert eine moderne Prüfstraße (Bremsenprüfstand mit Niederspanntechnik, Scheinwerfereinstellprüfgerät nach neuester Richtlinie) nach außen hin Professionalität und zieht qualifizierte Fachkräfte an, die Wert auf präzises Arbeiten legen.

Aktuelle Herausforderungen

Die größte Herausforderung für Werkstätten ist die ständige Verschärfung der Ausrüstungsrichtlinien. Jede Änderung der HU-Scheinwerfer-Prüfrichtlinie oder der AU-Geräteleitfäden erfordert hohe Investitionen in neue Hardware und Software-Updates. Wenn ein Betrieb hier den Anschluss verliert, verliert er die Anerkennung als Prüfstützpunkt. Ein weiteres Problem ist die zunehmende Komplexität der Fahrzeugelektronik. Ein 'einfacher' Fehler im Abgassystem oder ein defekter Sensor eines Fahrerassistenzsystems kann das Bestehen der HU verhindern, selbst wenn das Fahrzeug mechanisch in Top-Zustand ist. Hier ist tiefgreifendes Diagnose-Wissen der Mechatroniker gefragt. Wirtschaftlich muss der Betrieb zudem die Gratwanderung meistern: Einerseits darf die HU nicht als 'Abzocke' wahrgenommen werden, andererseits ist die Werkstatt verpflichtet, sicherheitsrelevante Mängel aufzuzeigen. Die Kommunikation dieser Mängel an den Kunden erfordert Fingerspitzengefühl und fachliche Autorität.

Checkliste

  • Prüfung der Lichtanlage inkl. Scheinwerfereinstellung (SEP-Richtlinie)
  • Funktionsprüfung der Bremsanlage auf dem Rollenprüfstand
  • Kontrolle von Fahrwerk, Lenkung und Reifen (Profiltiefe, Alter)
  • Sichtprüfung auf Korrosion an tragenden Teilen und Bremsleitungen
  • Auslesen des Fehlerspeichers (OBD-Check) auf abgasrelevante Fehler
  • Durchführung der Endrohrmessung (bei AU-pflichtigen Fahrzeugen)
  • Check der Sicherheitsausrüstung (Verbandkasten, Warndreieck, Westen)
  • Dokumentation aller Mängel im Vorab-Check (HU-Pre-Check)

Wird auch bezeichnet als:

Hauptuntersuchung Abgasuntersuchung TÜV-Termin Fahrzeuguntersuchung nach § 29 StVZO

Häufige Fragen zu AU/HU

Wie lange darf man den HU-Termin überziehen?

Gesetzlich gar nicht. Ab einer Überziehung von mehr als 2 Monaten wird bei der Prüfung eine vertiefte Untersuchung fällig, die 20% teurer ist. Zudem drohen bei Polizeikontrollen Bußgelder und Punkte in Flensburg.

Was passiert, wenn mein Auto die HU nicht besteht?

Der Halter erhält einen Mängelbericht und hat einen Monat Zeit, die Mängel beheben zu lassen und das Fahrzeug zur Nachprüfung vorzuführen. Wird diese Frist überschritten, muss eine komplett neue HU durchgeführt werden.

Warum ist die AU bei Elektroautos nicht nötig?

Da Elektroautos keine Verbrennungsmotoren besitzen und somit keine lokalen Abgase emittieren, entfällt der Teil der Abgasuntersuchung. Die HU (Verkehrssicherheit) bleibt jedoch vollumfänglich bestehen.

Was kostet eine HU/AU im Durchschnitt?

Die Gebühren variieren je nach Bundesland und Prüforganisation, liegen aber 2026 meist zwischen 140 € und 180 € für PKW.

Kann jede Werkstatt die HU durchführen?

Nein. Die Werkstatt muss als Prüfstützpunkt anerkannt sein und einen offiziellen Prüfingenieur einer Überwachungsorganisation (TÜV, DEKRA etc.) zu festen Terminen im Haus haben.

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